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Julia Cordes
23. Juni 1979


"You have so nice golden hair" (Originalzitat eines ägyptischen Chemikers). Mit diesem Ausspruch konnte nur Julia Cordes gemeint sein, die zu diesem Zeitpunkt noch eine lange Blonde Mähne hatte.

Um Euch Julia Cordes aus E. bei F. vorzustellen, möchte wir Euch einen kleinen Ausschnitt aus einem typischen Julia-Stress-Tag schildern.
 
 

Irgendwie, irgendwo, irgendwann in Stuttgart.

7.00 Uhr: Julia schlummert tief und fest, denn schließlich braucht Frau ihren Schönheitsschlaf.

7.40 Uhr: Ein unbarmherziges Geschöpf namens Wecker wagt es ganz laut zu rasseln und Julia unsanft aus dem Schlaf zu reißen. Das Rasseln wird zunächst demonstrativ ignoriert!

7.41 Uhr: Die Schlummertaste (Zitat: "Die Schlummertaste ist der beste Knopf und die sinnvollste Erfindung bei meinem Wecker!!!") wird gedrückt und Julia schläft noch tiefer und fester weiter.

7.50 Uhr: siehe 7.41 Uhr

7.55 Uhr: Der Wecker klingelt zum dritten Mal und langsam, aber nur ganz langsam quält sich Julia aus ihrem ach so warmen Bett und läßt darin ihre ganzen wunderschönen Träume zurück (Stimmt es, dass Julia nachts manchmal von der Polizei träumt?).

8.00 Uhr: Julia hat die Qual der Wahl: Welche Socken ziehe ich heute an (achtet mal auf die Socken von Julia, sie sind fast so vielfältig und interessant wie Wolfgang Flads Krawatten)?

8.10 Uhr: Die nötige Koffeinmenge, um einen anstrengenden CHF-Tag zu überleben, wird eingenommen.

8.14 Uhr: Verzweifelte Suche nach dem Wohnungsschlüssel.

8.17 Uhr: Wohnungsschlüssel gefunden! Hurra, der Tag kann beginnen.

8.20 Uhr: Mit hochrotem Kopf und völlig außer Atem kommt Julia ins Labor gerannt, unterschreibt ganz schnell auf der Liste und bittet Julchen mit einem Hundeblick, dem man fast nicht widerstehen kann, um Verzeihung für die Verspätung.

8.25 Uhr: Jetzt ist Julia voll in Fahrt und beginnt im Labor nach dem Mini-Max-Prinzip zu arbeiten.

9.45 Uhr: Ganz schnell eine Tasse Kaffe, um den Schlafmangel zu kompensieren (wir fragten uns manchmal, wie sie überhaupt noch die Energie für den Sprint nach Hause aufgebracht hat).

Dank der Tasse Kaffe um zehn übersteht Julia den Tag im Labor realtiv gut und mit zunehmender Stunde wird unsere Swoot immer wacher. Zwischendurch werden die Mails abgecheckt und ab vier Uhr am Nachmittag fängt für sie der Tag eigentlich erst richtig an. Einkaufen gehen (Julia kocht und isst leidenschaftlich gern, wo sie das alles hinsteckt ist das Jahrhunderträtsel ? Zitat Herr Ruf: Bei so einem Hering wie sie...), telefonieren, Kino gehen, mit ihrem Mitbewohner Phil Blödsinn machen (naja, Dirk, Deine Prophezeiung hat sich nun doch nicht bewahrheitet), lesen oder einfach nur vor der Glotze hängen und sich über TV-Total mit Stefan Raab (Maschendrahtzaun) totlachen, das sind so ihre allabendlichen Beschäftigungen. Zwischendurch wird mal für ein Stündchen oder zwei gelernt oder Protokolle geschrieben, bis das Klingeln des Telefons sie wieder aus ihrer Chemiewelt reißt. Am anderen Ende der Leitung meldet sich die Polizei. POLIZEI!?!? Keine Angst unsere Julia ist total harmlos, keine Schwerverbrecherin oder so. Trotzdem hat sie seit geraumer Zeit immer öfter mit den Bullen zu tun, aber nur aus dem einen Grund: ihr Liebster ist einer von der Sorte.

Kein Wunder ist bei ihr nicht nur die Woche sondern auch das Wochenende ausgebucht. In Stuttgart findet man sie da ganz sicher nicht. Entweder ist bei ihrem Jörg, hilft ihrer besten Freundin Bille mal wieder beim Umziehen oder ist bei irgendeinem Seminar der Röchlings in Mannheim.

Julia ist ein vielbeschäftigter, nachtaktiver Mensch, der ständig Aktion braucht. Und ist sie auch noch so beschäftigt, wenn man ihre Hilfe braucht, so steht sie einem gerne bei. Mit Ausnahme der Pünklichkeit ist auf Julia absoluter Verlass (Herberge für Wiener Studenten oder Waschsalon für arme Wohnheimbewohner- Danke nochmals dafür!). Ansonsten hatten wir mit ihr viel Spass im manchmal etwas tristen Alltag, ihre allzu direkte, charmante Art ("Tine, zu Beginn hielt ich dich für ein biederes Hausmütterchen!") und manch‘ eine Flasche Freixenet (oder auch zwei!?) brachten uns durch die Schulzeit.

Julia, wir wünschen Dir alles Gute, egal ob Du nun ein Studium anfängst, ein Praktikum machst oder vorübergehend nach  New York auswanderst.

Christine Welker und Julia Schmid




Noch ein paar ganz persönliche Worte von mir:

Anfangs kannten wir uns kaum, doch dann wurdest Du meine Laborpartenerin. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir uns denke ich doch ganz gut zusammengerauft, oder???

Und jetzt, glaube ich, sind wir ein "unschlagbares" Team geworden. Zwar sind Deine Ansichten manchmal etwas anders als meine, doch irgendwie waren unsere gemeinsamen Auswertungen und Frustauslassungen ganz schön lustig. Es war eine verdammt gute Zeit mit Dir.

Julia Schmid


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