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Stefan Pfeil
20. Mai 1978


Gefiederte Räuber:

Habicht, Pfeilipiter grippalis, landläufig auch bekannt als Stefan Pfeil
(Familie: Laborpiepmätzchen, Ordnung: Pfeilvögel Falconiformes)
Vorkommen im ganzen Institutsgebäude außer an seinem Laborplatz, zeitweise auch in Bempflingen (Bempf!!!!) oder auch schon Mal in Schottland.
Größe ca. 175cm, gut bussardgroß, Gefieder oberseits dunkelbraun und gewellt.

Er liebt die schottischen Highlands, scheut aber nicht die Nähe der menschlichen Ansiedlungen. Er ist ein echter Kurzstreckenjäger, der sehr gewandt um die Labortische schwenkt und pfeilschnell dicht über der Erde hinter Angehörigen des Lehrgangs 50 dahinschießt. Ernährt sich gerne von Schokomüsli und Leuten die Thieleapparaturen entführen oder ihn mit Laserpointern angreifen.

Er zeigt sich ebenso listig wie mißtrauisch, tollkühn wie draufgängerisch, ist am Labortisch angriffslustiger als jeder Adler, verteidigt Erlenmeyer, Handtuch und Dreifuß mit zornigem "Leigebühr 50 Pfennig pro Minute, mündlicher Vertrag, Pech gehabt, zehn Mark !!?!?!!".

Zu den Hauptmerkmalen des Habichts gehört ein unerschöplicher Ideenreichtum an Fieslichkeiten ("Nein, Du bist nicht zu blöd, nur langsam") gegen die sich nur wenige erfolgreich zu verteidigen wissen. Aus Wortgefechten geht er meist siegreich hervor und er hat dabei immer das letzte Wort ("Geh doch wenn Du keine Freunde hast!"). Außerdem zeichnet er sich aus durch einen gewaltigen Fundus an chemischem Wissen, eine wahnsinnige Geduld und weitreichenden Kenntnissen in der ersten Hilfe (Der Finger bleibt im Eiswasser, sonst entsteht erzählerzähl und dann passiert damit erklärerklär...!!).

Er ist durch fast nichts aus der Ruhe zu bringen. Nicht einmal wenn er mit den Versuchen im Hintertreffen ist, die Prüfung naht, die Zulassung in Gefahr ist, ständig Heftbesprechungen dazwischenkommen, ihm die Samstage ausgehen, alle Gefäße voll sind oder schon wieder irgendwer (ich)  ein Becherglas terminiert hat verliert er die Fassung. Er bleibt stets cool, hält sich nur gelegentlich krampfhaft am Labortisch fest, verdreht die Augen und atmet tief durch.
Er ist nur selten telefonisch in seinem Nest in Bempflingen zu erreichen, da er oft zu Treffen des "Arbeitskreises Ökologische Jugendfreizeiten" ausgeflogen ist wo er Seminare und Freizeiten leitet.
Der Habicht eignet sich besonders gut als Laborpartner. Es wird mit Greifvögeln dieser Art nie langweilig (man muß sich immer verteidigen), außerdem ist er sehr wachsam (denkt im Gegensatz zu mir auch wenns stressig wird erst nach, bevor er mit schaffen anfängt), verteidigt Laborausrüstung mit Leib und Leben und leistet auch immer wieder Aufbauarbeit wenn man ihm in einer schwachen Stunde irgendwann seine Fieslichkeiten geglaubt hat und als seelisches Wrack deprimiert im Labor hockt.

Daniela Roux


 
 Katja Pfeiffer

Philipp Regina

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