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Daniela Roux
27. Januar 1979


Vögel in der Laboflur

Laborpieper, Anthus pratensis oder Dani(ela) Roux,

Familie: Motacillidae, Ordnung Sperlingsvögel.

Verbreitet in Stuttgart, Gültlingen und Benningen; 14,5cm lerchenfarbig, schwarzer Strich unter den Augen (wenn`s mal wieder bis in die Nacht hinein Analysenheft geschrieben hat), läuft wie die Feldlerche, wippt dabei aber mit dem Schwanz (rein frisurentechnisch betrachtet).
Fliegt zuckend und hüpfend durch das Labor, steigt singend empor, fliegt singend und gut gelaunt ein Stück voraus (bis zum Praktikumsplan) und stürzt dann jäh ab (Waaaaaaas? Nur 15 Minuten Zeit für das Acht-Stunden-Präparat? An dieser Stelle wären weitere Ausführungen gefolgt, die jedoch durch die Macht der Zensur nun ungenannt bleiben müssen).
Das Lied des Laborpiepers ist zeitweise eintönig und wiederholt dieselbe Strophe oft fünfzigmal (Wenn Daniela Mittwochs wieder im Chor (WIR SIND KEIN CHOR; WIR SIND DIE POBLIDINGS, ÄH POBLIPETS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) singen war und mir vier Stunden was von Abasundu nabamhlope und N`kosi Sikelì Africa vorträllert obwohl ich versuche zu schlafen (2.47 Uhr). Es muß jedoch gesagt werden, daß ihr Gesang in verträglichen Maßen wohltönend und lieblich ist.)
Allerdings muß des öfteren auch psychologische Aufbauarbeit geleistet werden, wenn sie wieder zu lange unter dem unheiligen Einfluß ihres Laborpartners stand (Schnell, hab mich lieb! Der Stefan hat gesagt, daß..........(Freud`sche Defizitanalyse)................).
Charakteristisch für den Laborpieper ist das sogenannte "Schnutenziehen", wenn dummerweise durch irgendeinen Zufall wieder irgendwas mit viel Lärm zu Bruch gegangen ist und so die Glasrechnung ebenso wie die heimische Telefonrechnung ( Hab noch gar nicht mit dem Äm tefloniert...) astronomische Höhen erreicht.
Dennoch ist der Laborpieper allzeit bemüht gute Laune im Labor zu verbreiten (Du Stinkepilz, faule Socke.), sei der Alltag auch noch so stressig. Ebenso kann immer auf die helfende Hand des Laborpiepers gezählt werden, wenn man es nicht übertreibt (Kauf dir doch selber mal einen Block, ich hab doch keinen Geldscheißer!).

Fehler in Rechtschreibung und Grammatik sind selbstverfreilich Absicht und nicht etwa auf Unfähigkeit der Verfasser zurückzuführen!

Jens Kärcher



Some words about Dani:

NASA reports extraterrestrial activity in Breitscheidstr. 127!!

Scientists have discovered extraterrestrial life in the lower laboratory sections. A secret section of the NASA has worked for two years on a project with the working title "Daniela Roux” to explore the characteristics of a special life form inhabiting the west of Stuttgart. During the day. Dani accustomed quickly to the laboratory atmosphere and used a short trip to an outdoor experience to establish a still-lasting friendship to a member of the human species called Jens Kärcher.
Though I haven’t been a member of the project from the beginning, I was astonished to realize how Dani managed to cope with the chaotic nature and the ongoing teasement by her laboratory partner from the second quarter till the end of observation time. Although she caused considerate damage to the glass instruments she did it in order not to stay behind her laboratory partner.
But how could you recognize this species in a crowd? Just follow the specific sounds emitted by her. If you hear glass shards falling on the ground and an exclamation of "Och nöh...!!!!” or "Ich hab’ Hunger, ich muß jetzt was essen!!” or sometimes "Stinkepilz!!” you’re near the mark. Then wait a few seconds until you see a broad grin emerging on a face – then you’re sure to have found Dani. Furthermore be assured if you see a field of order in the laboratory or somebody hands you a leaflet announcing a choir singing, this can only be existing because of Dani’s influence.
We have now decided to release her into society to complete our field studies on her reaction on the outer world. We are sure that she will be ongoing successful in her exploration of the world, making her way through hardship and joyful times, especially with the help of her friend and we are sure to hear again from hear in one of the next issues of this paper.

New Scientist 7/2000

Stefan Pfeil
 

 Andreas Ratzke

Simone Saring

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