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Julia Schmid
9.April 1979


 


Wie sich unser 1,58 Meter großes Julchen aus Schwäbisch Gmünd hierher nach Stuttgart verirrt hat, weiß keiner so genau. Aber eines ist sicher: sie wollte hier am CHF mit Volldampf, Power und Elan (ihr Motto: lieber klein und zackig, als groß und tappig!!!) die Ausbildung zur CTA mit Schwerpunkt Umwelt machen. Ihre Unermüdlichkeit zeigte sich vor allem darin, dass sie in Quanti die Analysen teilweise doppelt machte und trotzdem in derselben Zeit fertig war wie wir.

Erste richtige Bekanntschaft konnten wir mit Julchen im Schullandheim auf der Schwäbischen Alb schließen. Gelle, das Haus Köln hatte es schon in sich!!! Ich sag‘ nur: Tabu, Korea, Baileys, Kegeln, Mäxle und unser ewig langer Einkaufszettel. Vor allem unser Ehebett, wo es zu seltsamen Streitereien kam, wie: Heißt Mann auf Schwäbisch nun "Maaaah" oder "Mooooh" (haben uns unsere Zimmernachbarn etwa für Schafe gehalten???) waren der absolute Bringer.

So einen "Maaaah" hat Julchen sogar selbst an ihrer Seite: ihren heiß geliebten Tobse, den sie für nichts auf der Welt hergeben würde, auch wenn er uns eine Stunde bei klirrender Kälte warten ließ und wir deswegen bis an unser Lebensende an Frostbeulen leiden werden ? (Schaaaaatz, ich krieg‘ gleich die Kriiiiiiieeese!!!") ? Sorry, Tobias, diese Spitze musste einfach sein, aber Du hast ja bewiesen, dass Du auch pünklich sein kannst!

Meist hat Julchen beste Laune und strahlt übers ganze Gesicht, es sei denn, ihre "beste Freundin" (Namen werden nicht genannt) läuft ihr über den Weg. Von diesem Zeitpunkt an ist ihre Laune auf dem absoluten Nullpunkt. In diesem Falle gibt es nur noch zwei Gegenmittel: möglichst die besagte "beste Freundin" auf einen Sicherheitsabstand von mindestens 1000 m (oder mehr) bringen oder Julchen ein Snickers, das angeblich gegen jeglichen Frust und sogar gegen Kopfschmerzen (?) wirkt, in die Hand drücken.

Von solchen absoluten Nullpunkten abgesehen, läßt sie sich von niemandem unterkriegen: kämpfen, kämpfen bis zum umfallen! Parole: Niemals aufgeben!!! Auch wenn dies bedeuten sollte nach einer durchtanzten Nacht am frühen Morgen zum Ministrieren zu gehen, Tischtennis zu spielen, unendlich lange Protokolle zu schreiben. Nachts um 1.00 Uhr sich mit anorganischer Chemie zu beschäftigen oder riesige, verzweigte, organische Moleküle zu benennen. Ein Gerücht besagt sogar, dass Julchen die IUPAC-Nomenklatur erfunden habe und deswegen immer sofort den Namen eines undefinierbaren Fischer’schen Riesenmolekül wusste.

Ein weitere Leidenschaft von ihr ist das Kino. Will man mit ihr mal in den UFA-Palast  gehen, so bekommt man zu 90% die Antwort: "Den Film habe ich schon einmal gesehen, der ist voll geil!" Braucht man einen Filmtipp, so ist man bei Julchen bestens beraten. An Unternehmungslust mangelt es ihr auf keinen Fall. So war sie auch dafür zu haben, mir (Tine) nachts um eins noch beim Umzug aus dem Wohnheim zu helfen oder mit meiner kleinen Schwester Blödsinn zu machen (ja, manchmal absorbieren wir selbst noch Rot hinter den Ohren, oder???)

Ja, Julchen, wenn Du diesen Bericht liest haben wir die Sache hoffentlich bestmöglich gemeistert und können uns auf unseren Urlaub am Lago Maggiore freuen (den wir nun leider aufschieben müssen, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben!!!). Auch wenn die Zeit hier ziemlich anstrengend war und wir manchmal nicht mehr wussten, wann und wie wir unsere Protokolle schreiben und unser Pensum lernen sollten, so waren es die beiden Jahre schon alleine deswegen wert, weil wir uns kennengelernt haben und Feundinnen geworden sind. Wenn es irgendwelche Probleme gab, egal ob schulisch oder privat, hast Du immer zugehört. DANKE!!!

Für Deinen Job und für Deine Zukunft wünschen wir Dir und Deinem Tobias alles Liebe und Gute. Denk‘ ab und zu an uns und lass‘ auch hin wieder mal was von Dir hören bzw. sehen.

Christine Welker und Christiane Heß


So, Julchen, im Moment sitzen wir also vor dem PC und geben der Abschluss-CD den letzten Schliff (danke, dass du mir nun noch geholfen hast, denn sonst wäre wirklich der Großteil an mir gehangen). Ich möchte nur noch sagen, dass es einfach eine klasse Zeit mit Dir war und dass ich mir wünsche, dass wir uns nie aus den Augen verlieren. Auch sonst noch danke für alles, was Du für mich getan hast und wenn Du mir mal wieder bei meinem Kummer zugehört hast. Du kommst nach München!!! Versprochen!? Und ich werde im Gegenzug mal nach Schwäbisch Gmünd kommen, das zur Abwechslung auch mal bei Tag sehen will :-). IHDL

Christine Welker


Das Julchen: Lieblingslaborpartnerin und Ultraschwäbin in einem. Kennengelernt habe ich meine Namensvetterin, wo auch sonst, im Landschulheim (ich weiß! "Schullandheim") .

Sie trägt immer hohe Schuhe, so dass mir der Eindruck ihrer wahren Körpergröße immer verborgen blieb- macht nichts, die geistige Größe zählt. Ihr Lieblingssatz zur Zeit: "Scheiße, des tut mir fei echt leid- ich hasse Org. Präp.!!!" Dabei hat sie eigentlich doch nie was Schlimmes angestellt. Nur beruhigen muss man sie
gelegentlich, da sie durch Ausbeuteverluste, die meistens gar keine richtigen sind (das falsche Rundkolbengewicht subtrahiert...) leicht aus der Fassung zu bringen ist.

Tja, so ist sie halt. Frau Schmid ist eine sehr, sehr liebe Zeitgenossin mit der man auch mal "schwätze kooh" und die durch ihre unglaubliche Arbeitswut, die sie oftmals an den Tag legt, es sogar schafft mich mitzureißen.
Mit viel Kaffee und Joghurtgelöffel erstellten wir gemeinsam das eine oder andere Protokoll, nicht ohne uns dabei über das uns anvertraute andere Geschlecht auszulassen. Das war nötig!! Man kann ja auch nebenher schreiben... Manch einer mag sich nicht im Klaren darüber sein, ob es sich bei ihr um ein "Engele" oder ein "Deifele" handelt wenn sie einen schon am Morgäääähhn mit einem aufgeweckten, spitzbübischen Grinsen begrüßt, eifrig schon am "schaffe", doch ich kann jedem versichern, es handelt sich um Ersteres. Was soll ich noch viel über sie schreiben, wer sie kennengelernt hat, dem bleibt sie im Gedächtnis (gell, Ströhlein!) und obwohl sie gerne 5 Zentimeter grösser wäre, sie zu übersehen grenzt an Ignoranz. Direkt an dich, Julchen: Mit dir hatte ich immer viel Spass, danke für die lustige Zeit und ich wünsche dir in deinem weiteren Leben alles was du dir nur wünschen kannst. Wir waren zwei sehr unterschiedliche Julias aber auch gerade deswegen ein klasse Team- Vielleicht hört man auch nach der Ausbildung voneinander, ich fänd´s toll zu wissen, was aus dir nochmal wird!!

Julia Cordes
 

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