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Dr. Gerhard Heywang: "Was uns in Schwingung bringt"
Physikalisch-musikalische Experimente zur Entstehung von Tönen

Gastvortrag am 19. März 2004 im Institut Dr. Flad
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größer Am 19. März fand ein außergewöhnlicher Experimentalvortrag im Institut Dr. Flad statt. Dr. Heywang, Mitarbeiter der Zentralen Forschung der Bayer AG, präsentierte auf unterhaltsame Art und Weise Wissenswertes zum Thema: "Was uns in Schwingung bringt - Erstaunliches aus der Welt der Töne", insbesondere zum Thema "Stehende Welle".

Der Vortrag begann schon mit einer besonderen Begrüßung, da Dr. Heywang alle Laute wegließ, die mit den Stimmbändern erzeugt werden. Dies hörte sich recht amüsant an, allerdings konnte man kein Wort verstehen. Deshalb legte er eine Folie mit dem Inhalt der Begrüßung auf. Damit wollte uns der Chemiker zeigen, wie wichtig die Schwingung der Stimmbänder ist, da wir ohne sie nicht sprechen könnten.

Anschließend demonstrierte uns der Referent wie man ein Holzbrett nur mit einem Luftstrom anheben kann. Bei seinen Experimenten griff er meist auf ungewöhnliche Hilfsmittel zurück. So verwendete er zum Beispiel eine Hawaii - Schnecke und ein Rinderhorn, um einen Ton zu verstärken und entzauberte das Geheimnis der Trompeten von Jericho.

größer Bei diesem Vortrag erfuhren wir unter anderem etwas von der Entwicklung des Grammophons und auch von der Umkehrung des Schalltrichters, den Mälzel für Beethoven erfunden hatte, da Beethoven an einer Reduktion der Schallwahrnehmung (Taubheit) litt.

Anschließend zeigte Dr. Heywang uns mit einem ein Meter langen Regenrohr, wie es zur Entstehung einer stehenden Welle kommt. Wie man die Töne verändert, die durch eine stehende Welle entstehen, veranschaulichte uns der Chemiker durch zwei gleich lange Messingrohre. Das eine hatte einen Schallbecher, das andere nicht. Das Messingrohr mit Schallbecher erzeugte einen lauteren und höheren Ton, da der Umkehrpunkt der stehenden Welle bei diesem Rohr früher ist.

Auch das Publikum wurde in den Vortrag eingebunden, denn eine Schülerin durfte auf der Blockflöte ein tiefes C spielen. Anhand dieses Tones erklärte uns Dr. Heywang die Entstehung eines Schneidetons (Ton auf der Flöte).

Ein weiterer Höhepunkt war das Musikstück, das Jörg Günter uns auf einer Naturtrompete vorspielte.
Wir sahen erstaunt, dass sich solche Naturtöne auch mit einem Gartenschlauch erzeugen lassen, der an einem Ende einen Trichter und am anderen Ende ein Mundstück befestigt hat. Nachdem Dr. Heywang dann auch noch auf seiner "Diättuba" das Kinderlied "Hänschen klein" gespielt hat, waren alle restlos begeistert.

Daraufhin demonstrierte uns der Referent noch, welche Schwingungen im Raum vorhanden sind, auch wenn sie für uns nicht zu hören sind. Dies demonstrierte er mit der Rückkoppelung eines Megaphons.

größer Anschließend wurde noch ein Wettbewerb zwischen zwei Freiwilligen aus dem Publikum veranstaltet. Die Schüler mussten Masken aufziehen und nur durch Hören herausfinden, wie voll ein Messbecher eingefüllt war. Gewonnen hat derjenige, der den volleren Messbecher hat, ohne dass er übergelaufen ist. Je mehr Wasser in Messbecher fließt, desto höher wird der Ton, der entsteht.

Zum Abschluss seines Vortrags spielte Dr. Heywang noch mit Bläsern im Publikum und ganz normalen Instrumenten das Lied "Joshua fit the battle of Jericho".

Nach dem Vortrag waren die Zuhörer eingeladen, sich an einem reichhaltigen Buffet und einer Auswahl an Getränken zu bedienen, die vom Institut Dr. Flad spendiert wurden. Dabei bestand die Gelegenheit, sich mit dem Referenten und den Bläsern ausführlich zu unterhalten.

Stefanie Trinkwalder, LG 54

 

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