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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Mitgliedschaft in Organisationen

Neben einer fundierten international qualifizierenden Ausbildung möchte das Berufskolleg Institut Dr. Flad auch über das Fachgebiet hinausgehende Zusammenhänge unserer komplexen Umwelt an die Schüler herantragen und ihnen ein tieferes Verständnis der Welt und der Menschen ermöglichen.
Dazu trägt unsere Mitarbeit an zahlreichen Projekten ebenso bei wie unsere Mitgliedschaft in Organisationen, die ihr Hauptanliegen bzw. -aufgaben im Bildungsbereich sehen:

UNESCO-Projektschulen Das Institut Dr. Flad gehört seit 1988 zu dem weltweiten Netz der UNESCO-Projektschulen.

Diese bilden ein grenzüberwindendes Netzwerk von Bildungseinrichtungen. UNESCO-Projektschulen orientieren ihr Schulleben innerhalb und außerhalb des Unterrichts an der Idee der internationalen Erziehung und des interkulturellen Lernens. Sie gehen davon aus, dass ein Verständnis anderer Menschen und Kulturen möglich ist und eine lebenswerte Zukunft in einer friedlichen Welt durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann. UNESCO-Projektschulen sind für neue Ideen und vernachlässigte Themen offene Schulen.

Aktuelle Aktivitäten:

Aktuell "International Days and Weeks" der UNESCO
Aktuell Portrait des Institut Dr. Flad in der UNESCO-Projektschulen Jahresschrift 2016
April 2016 Fließgewässeruntersuchungen an der schönen blauen Donau
26. April 2016 11. Internationaler Projekttag der UNESCO-Projektschulen
21. März 2016 "Blue eyed - brown eyed" - zum Internationalen Tag gegen Rassismus

 

Was ist das: UNESCO-Projektschule?

Doch zuerst einmal: Was heißt eigentlich UNESCO?
UNESCO ist die Abkürzung für United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization und ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UNO). Heute gehören ihr 192 Staaten an (Stand März 2007); die Bundesrepublik Deutschland ist Mitglied seit 1951.

Aufgabe und Zielsetzung der UNESCO ist es, durch Förderung internationaler Zusammenarbeit in Erziehung, Wissenschaft und Kultur zur Völkerverständigung sowie zur Sicherung der Menschenrechte und des Friedens beizutragen. Die erfolgreiche Einlösung dieser Verpflichtung, Vorurteile und Feindbilder abbauen zu helfen und damit die Voraussetzungen für eine friedliche Zusammenarbeit der Völker zu schaffen, kann aussichtsreich vor allem dort erreicht werden, wo Unterricht und Erziehung gezielt stattfinden - in der Schule.

In den UNESCO-Projektschulen werden die Lernenden sowohl durch das Bildungsangebot als auch durch die Atmosphäre der Schule darauf vorbereitet, dass sie in dieser Weit nicht isoliert, sondern als Teil einer internationalen Gemeinschaft leben. 1952 riefen die Mitgliedstaaten der UNESCO ein Modellschulprogramm ins Leben: ein Netzwerk von Schulen, die ihre Erziehung nach den Zielen der Organisation gestalten.

Leitlinien dieser UNESCO-Projektschulen sind die Begegnung und Auseinandersetzung mit anderen Völkern, mit deren Kultur, ihren Werten und Lebensweisen; ferner die Information über die allgemeinen Menschenrechte, die Förderung des internationalen Austauschs und der weltweiten Verbreitung von Informationen über Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Die Bereitschaft des einzelnen soll geweckt werden, zur Lösung der Probleme der Gemeinschaft, in der er lebt, seines Landes und der Welt beizutragen.

Wie arbeiten UNESCO-Projektschulen?

UNESCO-Projektschule kann jede reguläre Schule sein, von der Grundschule bis zur Hochschule. Im Fachunterricht werden internationale Themen verstärkt behandelt. Mindestens einmal im Jahr werden fächerübergreifende Unterrichtsprojekte durchgeführt, die meist dem internationalen Jahresthema der Vereinten Nationen entsprechen. Dies schließt öffentliche Projekte und Studientage ebenso ein wie Ausstellungen und thematisch orientierte Schulfeste. Finanzielle Erlöse kommen überwiegend dem UNESCO-Partnerschaftsprogramm zugute. UNESCO-Projektschulen beteiligen sich an Schüleraustauschprogrammen, unterhalten Partnerschaften mit ausländischen Schulen und übernehmen Patenschaften für Entwicklungsprojekte. Sie organisieren internationale Schülerseminare und Studienreisen für Lehrer zu Einrichtungen der Vereinten Nationen, erproben innovative Arbeitsformen und geben Erfahrungen und Materialien an andere Schulen weiter. So arbeiten sie "modellhaft" und beeinflussen auch die Lehrplanentwicklung.

Und warum UNESCO-Projektschule?

Das Institut Dr. Flad sah seine Aufgabe von Anfang an nicht nur in der Vermittlung von Fachwissen; es legt vielmehr Wert auf umfassendere Bildung und auf Erziehung zu Weltoffenheit und Toleranz. Projekte im Sinn der UNESCO-Ziele führt es seit vielen Jahren durch. Das Institut ist die erste Chemieschule unter den UNESCO-Projektschulen in der Bundesrepublik Deutschland und in Württemberg die erste überhaupt. Weltweit gibt es knapp 100 berufsbildende UNESCO-Projektschulen.

Den Schülerinnen und Schülern bringt der Status der UNESCO-Projektschule noch mehr Möglichkeiten zu internationalen Begegnungen und zur Erweiterung ihres Horizonts, getreu der Feststellung des Physikers und Schriftstellers Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799): Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.

Grußwort des Stuttgarter Oberbürgermeisters anlässlich der Ernennung des CHF zur UNESCO-Projektschule im Jahr 1988

"Am 1. Oktober 1988 ist es 37 Jahre her, dass Herr Dr. Manfred Flad das heute weit über die Grenzen der Landeshauptstadt Stuttgart hinaus bekannte Chemische Institut, das seinen Namen trägt, ins Leben gerufen hat. Seit seiner Gründung hat sich das Institut um die Aus- und Weiterbildung in den Chemieberufen verdient gemacht und viele junge Menschen für die Probleme unserer Zeit sensibilisiert. Dabei wurden auf dem Gebiet der beruflichen Schulen auch neue Impulse gesetzt. Stuttgart ist stolz darauf, unter den zahlreichen Schulen in freier Trägerschaft, die das öffentliche Schulwesen bereichern, das Chemische Institut Dr. Flad zu wissen.

Gerade deshalb freut es mich besonders, dass rechtzeitig zum 75. Geburtstag des Gründers das Institut durch das UNESCO-Generalsekretariat in Paris in den kleinen auserwählten Kreis der UNESCO-Projektschulen aufgenommen wurde. Hierzu möchte ich namens der Landeshauptstadt Stuttgart auf das herzlichste gratulieren."

Manfred Rommel
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart

International Schools Association ISA ist die Abkürzung für "International Schools Association". Diese weltweite Vereinigung von Schulen wurde 1951 als n.g. Organisation der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) in Paris gegründet und hat ihren Sitz im Palais Wilson, im Haus des International Bureau of Education (lBE) in Genf.

Aufgabe der ISA ist es, im Rahmen der Erziehung und Ausbildung internationale Kontakte zu fördern und der Verständigung zwischen den Völkern zu dienen sowie in Anlehnung an Artikel III ihrer Statuten die Anerkennung der Schulabschlüsse in allen Ländern voranzutreiben.

Einen beispielhaften Beitrag hierzu leistete das Institut Dr. Flad im Jahr 1980. Damals fand im Institut die weltweite erste internationale Berufsabschlussprüfung statt. Die Glückwünsche damals reichten vom Auswärtigen Amt in Bonn bis zum Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart.

Fédération Européenne des Ecoles Die Fédération Européenne Des Ecoles (FEDE), der Europäische Schulverband, mit offiziellem Beraterstatus beim Europarat, fördert die Zusammenarbeit der Schulen in Europa und bemüht sich um die gegenseitige Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen.

Das Institut Dr. Flad wurde ohne die sonst übliche Probezeit mit Wirkung vom 7. Juli 1989 als Vollmitglied in die FEDE aufgenommen. Im Rahmen der 4. Stuttgarter Chemietage überbrachten am 5. Oktober 1989 der FEDE-Präsident Gaston Dutilleul und FEDE-Generalsekretär Francis C. Lachat die Mitgliedsurkunde und würdigten bei dieser Gelegenheit die Verdienste des Instituts Dr. Flad um eine länderübergreifende Berufsausbildung.

Bertelsmann Stiftung Innovativer Schulen Bertelsmann Stiftung - Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland (NIS)

Das "Voneinander-Lernen" der Schulpraktiker und die Stärkung der Schulentwicklung "von unten" sind die Ziele im Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland (NIS) mit seinen 490 Mitgliedern aller Schulformen aus allen Bundesländern. Das 1998 gegründete Netzwerk bietet reformorientierten Schulen eine gemeinsame Plattform. Es ist für innovative Schulen in Deutschland zum Markenzeichen geworden und hat sich zur größten bundesweiten Innovationsplattform im Schulbereich entwickelt.

Das Netzwerk stellt eine Infrastruktur bereit, mit deren Hilfe gute Ideen und beispielgebende Reformansätze zur Schulentwicklung bekannt gemacht und erfolgreiche Ansätze der Schulentwicklung "aus der Praxis für die Praxis" verbreitet werden können:

  • Qualitätsentwicklung und Qualitätsvergleich
  • Praxisforen und Konferenzen
  • Loseblattsammlung und Schuldatenbank
  • Lernnetzwerke

Das Institut Dr. Flad bewarb sich im September 1998 um Aufnahme in dieses Netzwerk und erhielt von der Bertelsmann Stiftung nach Erstellung zweier unabhängiger Gutachten über die Schule im Februar 1999 folgende Nachricht:

"Der Beirat des Netzwerkes ist überzeugt von den Leistungen der Schule. In beispielhafter Form arbeiten die an der Schule Beteiligten daran, die Unterrichts- und Erziehungsarbeit zu verbessern, indem sie verschiedene Ansätze der pädagogischen Schulentwicklung systematisch und nachhaltig miteinander verknüpfen."