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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Schullandheimaufenthalt 2003

Es ist recht lustig, wenn man bedenkt, wie manche Berichte über bestimmte Events entstehen oder wie es dazu kommt, dass sie überhaupt geschrieben werden. Ursprünglich wollte ich nur, da mir das Schullandheim unheimlich paradiesisch gefiel, einen kleinen Ergänzungstext zum eigentlichen Mainreport schreiben. Keine zwei Minuten später hatte ich meine Hand darauf gegeben, "den" Bericht über das Geschehnis zu verfassen. Woahh! Was soll ich schreiben? Während ich da sitze und versuche zu denken, fallen mir ganz andere Sachen ein, die ich wohl zu bedenken habe. Was soll ich verstärkt betonen; eine dicke Möglichkeit übelst zu schleimen? größer Dann fällt mir ein: soll ich eher chronologisch den Ausflug aufzählen oder durch Aufzählen der dicksten Events einen Eindruck schaffen, den andere vielleicht gar nicht hatten. Vielleicht sollte ich den Aufenthalt im Schullandheim aus meiner Sicht verfassen, da es mir so "sau" gut gefallen hat, werde ich wohl auch einen positiven Eindruck über das Geschehene hinterlassen.

Also am Samstag, den 27.9.2003, trafen sich die Fladianer, die ins Schullandheim fuhren um 8.30 Uhr am Busbahnhof Stuttgart. Die Busse warteten bereits und so machten wir uns wenig später auf den Weg auf die Schwäbische Alb in die Nähe von Reutlingen nach Sonnenbühl. In Sonnenbühl ist eine gigantische Urlaubsanlage namens Sonnenmatte, in der großzügig verteilt eine Menge Häuser standen, in denen jeweils sieben Personen wohnten. Es gab auch ein Einzelzimmer mit einem Babybett, in das ich meine Tasche stellte. Nach der Ankunft an diesem herrlichen Ort hatten wir viel Zeit, die Gegend und unser Haus zu untersuchen. Wir hatten einige Häuser direkt am Wald, welche uns für die nächsten vier Tage und drei Nächte zur Verfügung standen. Am Nachmittag besuchten wir die Sommerrodelbahn.

Dann fing der erste Abend an. Die schützende Dunkelheit der Nacht und der schwache Schein der Lampen half den "Partizipanten" ihre Masken fallen zu lassen und es entstanden neue Freundschaften und nebenbei die eine oder andere Liebelei. größer Vielleicht waren es aber auch die ein oder eventuell zwei Bier und die unendlich schöne Umgebung und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das alle "Fladianer" verbindet. So zog man also in kleinen oder größeren Gruppen von Haus zu Haus, besuchte Kameraden und machte Kameradinnen ein Kompliment. Zum Glück (aber auch selbstverständlich als ein Studierender beim Institut Dr. Flad) gab es in der ersten Nacht sowie in den folgenden Tagen keine Alkoholexzesse.

Am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück, bestehend unter anderem auch aus frischen Brötchen, extrem frischer Milch und mega dicken Eiern, welche uns frei Haus von den Lehrkräften des Instituts Dr. Flad gebracht wurden, begaben sich eine Hälfte der Teilnehmer zur Wasseranalyse, der andere Teil hatte die Gelegenheit, in kleinem Kreis intensiv Chemie in allen Varianten zu lernen. Die Schüler bei der Wasseranalyse untersuchten einen nicht weit entfernten Bach. Dabei wurde von uns das Wasser auf den pH-Wert, verschiedene Verschmutzungen, den Untergrund, die Umgebung und vieles mehr untersucht und analysiert. Nach einer so mitreißend interessanten Tätigkeit brachen viele hungrige Forscher zu einem Marsch auf, welcher im Wald auf einem Hügel mit Grillmöglichkeit endete. Später am Abend ein weiterer Event in der Vielfalt von Möglichkeiten, die das Schullandheim uns bot. Die am längsten am Institut tätige Lehrerin, Frau Frey, welche auch das gesamte Schullandheim plante, hatte rund 60 Karten für das Theater Lindenhof organisiert und so machten sich wieder ein Teil der Fladianer auf zu einem nicht oft gebotenen Spektakel. Der Rest ging schweren Herzens zum Kegeln.

Nach der Rückkehr fing die zweite Nacht an. Es bildeten sich regelrechte Versammlungen z.B. in den Häusern 12 und 18. Manchmal kam ich heim, sah viele Leute und (oh) ich war der einzige, der hier wohnte. größer Da die Häuser alle große Ähnlichkeiten untereinander aufweisen, kam es schon mal vor, dass der eine oder die andere im falschen Haus landete. Auch die begleitenden Lehrer ließen sich in lange und lustige Diskussionen mit den Schülern ein bis die Barriere zwischen Lehrern und Schüler verschwand und viele kamen zu der Erkenntnis, dass auch Lehrer im Grunde doch Menschen sind, die eben nur begeistert ihr Wissen mit Wißbegierigen teilen wollen. In der zweiten Nacht hatte man die Klassengenossen schon besser kennen gelernt und so traf man sich feiernd in Gruppen Gleichgesinnter. Manche überkam im Laufe der Nacht der Schlaf, andere diskutierten durch.

Doch am nächsten Morgen, als das Frühstück geliefert wurde und wir dankbar über die Köstlichkeiten herfielen, waren wir dank einer fünf Liter Kaffee-Bowle wieder fit. Und Mann, Feiern macht extrem hungrig. Gut gestärkt und voller Tatendrang machte sich der Teil der Fladianer, der am Vortag bei der Wasseranalyse war, auf zum Unterricht. So konnten Fragen, die man sich davor nicht traute, in der Klasse zu fragen, gestellt werden mit anregenden Antworten bis auch der Letzte den totalen Durchblick hatte. größer Diese Art von Unterricht brachte wirklich was und man merkte, dass viele lernwillige Wissbegierige die Chance wahr nahmen.

Nach Rückkehr der Wasseranalytiker und hartem Büffeln war es an der Zeit, die Vorbereitungen für den dritten und letzten Abend zu starten, der dann schließlich begann. In der Luft lag die Partystimmung und das erste Bier während des Abendessens ließ uns dies verstärkt wahrnehmen. In einem fließenden Übergang vom Abendessen in gesellige kleine Runden wuchs der schöne Abend in eine Lehrgang 54-Party-Nacht über. Unsere Lehrer feierten auch nach Herzenslust mit und die Stimmung untereinander war nicht zu beschreiben, da bei einem dazugehörigen Ausdruck wohl der Drucker streiken würde.

Vor der Rückfahrt am nächsten Tag gab es noch eine kleine Skateboardsession; aufgrund der Nachwirkungen der letzten Nacht wäre diese jedoch nicht TV-reif gewesen. Die Heimfahrt nutzten viele, um sich endlich entspannt zurückzulehnen und die Augen zu schließen. Doch nicht alle ... Am Busbahnhof Stuttgart löste sich nach einem Wahnsinns-Schullandheim die Gruppe von neuen Freunden auf und fieberte dem nächsten Schultag entgegen.

Über das Schullandheim lässt sich sagen, dass es eine wunderbare Idee ist, am Anfang der Ausbildung dieses zu veranstalten. Teamwork ist heutzutage unheimlich wichtig. größer Jetzt kennen sich fast alle Schüler untereinander. Den richtigen Ansprechpartner für ein bestimmtes schulisches Problem zu finden ist ein Kinderspiel. Zudem macht Lernen in der Gruppe viel mehr Spaß als alleine.

Den vier Begleitern, Frau Frey, Frau Pfiz, Frau Hamm und Herrn Zinsmeister ist besonders zu danken. Durch die Lockerheit und Mütterlichkeit bzw. Freundlichkeit, mit welcher uns die Vier entgegenkamen, verbesserten sie die Atmosphäre und das Ambiente während des Aufenthalts gewaltig. Die Vier waren in den vier Tagen immer für uns da - ob zum freundschaftlichen Schwätzchen oder zur Besprechung eines Problems - sie waren am Start. Dank auch dem Institut Dr. Flad, welches uns Schülern ein so nie in Vergessenheit geratendes Schullandheim ermöglicht hat und den kommenden Lehrgängen hoffentlich auch.
Dicke Props, war cool!

 

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