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Ideenvielfalt lohnt sich - Preisverleihung "Umweltfreundlicher Chemieunterricht 2000" auf Schloss Hohenheim   (12/2000)

Gute Ideen, Forschergeist und nicht zuletzt die Umsetzbarkeit der Experimente im Chemieunterricht waren beim bundesweit ausgeschriebenen 5. Wettbewerb „Umweltfreundlicher Chemieunterricht" gefordert. Aus den verschiedensten Bundesländern hatten sich Schüler-Lehrer-Teams beteiligt und der Jury zahlreiche Arbeiten zum Thema "Problemstoffe im Chemieunterricht vermeiden, vermindern oder verwerten" vorgelegt. Die Auswahl war groß, die Entscheidung gewiss nicht einfach, dennoch stehen jetzt die Sieger in diesem naturwissenschaftlichen Wettbewerb unter der gemeinsamen Schirmherrschaft der Ministerien für Umwelt und Verkehr sowie für Kultur, Jugend und Sport Baden-Württemberg fest. Der Präsident des Oberschulamtes, Manfred Hahl, zeichnete Catrin Sonja Günther und ihre Leistungskurslehrerin Eva Gruber aus Euskirchen, Dr. Marco Oetken von der Universität Oldenburg und Martin Ratermann, Lehrer an der Liebfrauenschule in Vechta, für ihre didaktisch wertvollen Experimentalbeiträge zum Chemieunterricht im Balkonsaal von Schloss Hohenheim aus.

Gastgeber Professor Dr. Klaus Macharzina, Präsident der Universität Hohenheim, maß in seinem Grußwort der Nachhaltigkeit des umweltverträglichen Handelns für eine lebenswerte Zukunft höchste Bedeutung zu. Erfreulicherweise, so Prof. Dr. Macharzina, erfahre diese in Zusammenarbeit mit dem Institut Dr. Flad entstandene Initiative eine sehr große Resonanz. Manfred Hahl, der Präsident des Oberschulamts Stuttgart, würdigte die Vorbildfunktion der Preisträger und sprach sich bei der Preisverleihung für eine Öffnung aller Schulen nach außen aus. Die Schülerinnen und Schüler sollen künftig durch das neue Schulfach "Naturwissenschaften und Technik" ein differenzierteres Bild von der Arbeitswelt bekommen und durch die Verknüpfung von Natur- und Geisteswissenschaften wieder Spaß am Lernen finden. Auch die Initiatoren dieses bundesweiten Wettbewerbs hatten zu diesem Thema bereits ihre Hausaufgaben gemacht und überraschten die Öffentlichkeit mit einer neuen Zielsetzung. Lehrende und Lernende seien mittlerweile für den umweltfreundlichen Chemieunterricht sensibilisiert, deshalb soll künftig unter dem Motto "Chemie macht Spaß" noch mehr Erlebnis in den Schulunterricht kommen. Unter www.chemie-macht-spass.de kann man bereits den "Funfaktor" im Internet testen, den Jugendliche im Team mit ihren Lehrern beim gemeinsamen Erarbeiten von naturwissenschaftlichen Projekten erleben können. Zum Auftakt von "Chemie macht Spaß" präsentierten Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums Tuttlingen alles, was Kinder, Jugendliche und Erwachsene "rund um den Kaugummi" bewegt. Die Tuttlinger Gymnasiasten demonstrierten den begeisterten Zuhörern eindrucksvoll ihr fächerübergreifendes "Kaugummiprojekt". Ob im Lebensmittelbereich oder im Fach Chemie, es blieben keine Zweifel bestehen, dass hier großer Lernspass am Erfolg beteiligt war.

In Vertretung von Frau Dr. Annette Schavan, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Baden Württemberg zeichnete Präsident Manfred Hahl aus:

Catrin Sonja Günther mit der Arbeit "Recycling von Silberabfällen und antibakterielle Wirkung von Schwermetallen"

Dr. Marco Oetken mit der Arbeit "Die Spannungsreihe der Metalle klein aber fein - Ästhetik im Mikrokosmos"

Martin Ratermann mit der Arbeit "Chemie mit dem blauen Farbstoff der Smarties"