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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Podiumsdiskussion am 13. März 2006 um 11.00 Uhr im Institut Dr. Flad

Integration statt Intoleranz

Veranstaltung zur Internationalen Woche gegen Rassismus 2006:
"Rassismus schadet allen! - für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland"

Schülerberichte zur Veranstaltung

Sollen "Ausländer raus", wenn sie sich nicht anpassen? Oder brauchen wir eher eine multikulturelle Gesellschaft ohne Kruzifixurteil und Kopftuchverbot? Solche Fragen wurden zur "Internationalen Woche gegen Rassismus" am Institut Dr. Flad diskutiert.

Vier Kandidaten der im Landtag vertretenen Parteien waren kurz vor der Landtagswahl der Einladung des Instituts zu einer Podiumsdiskussion gefolgt: Andrea Krueger (CDU), Michael Conz (FDP), Brigitte Lösch (Bündnis 90/Die Grünen) und Stephan Braun (SPD).

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Moderator Christoph Zehendner vom SWR eröffnete die Runde mit der Frage, wie Integration gelingen kann? Einig waren sich die Vertreter aller Parteien, dass Integration vor allem im Erziehungs- und Bildungsbereich beginne. Das Wichtigste sei die Sprachförderung, die schon im Kindergarten starten müsse. Das Interessante dieser Diskussion war für die Schüler, bei aller Einigkeit im demokratischen Verständnis auch die Unterschiede in den Ansätzen und Positionen der Parteien und der einzelnen Politiker zu sehen (vgl. dazu die vier ausgewählten Statements im Kasten). So knüpften die Fladianer an die Lebendigkeit der Diskussion dann ebenso lebendig mit zahlreichen Fragen an. Eine Schülerin etwa hinterfragte, warum ein eigener Religionsunterricht nur für Islamisten eingeführt wird - und warum nicht auch für Angehörige anderer Religionen?

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Deutlich wurde bei solchen Rückfragen auch, dass viele Dinge erst am Anfang stehen - und wie viel Arbeit noch auf die politischen Parteien und die Menschen in unserem Land zukommt. Klar wurde aber auch, dass immer zwei Seiten dazu gehören, und dass sich auch die Immigranten aktiv integrieren müssen. Weil aber letztendlich immer der Einzelne zählt, ermutigte der Moderator Christoph Zehendner am Schluss die volljährigen Schüler, von Ihrem Recht Gebrauch zu machen und am 26. März wählen zu gehen: Schließlich entscheide auch jede einzelne Stimme über die konkrete politische Richtung. Ein gutes Lehrstück in Sachen Demokratie, Toleranz und politisch-persönlicher Bildung. Der Dank gilt insbesondere den vier politischen Vertretern, die es verstanden, sich auf die Schüler einzustellen - und die hier echten Anschauungsunterricht und "Politik zum Anfassen" geboten haben.

Brigitte Lösch Andrea Krueger Stephan Braun Michael Conz
Brigitte Lösch (Bündnis 90/Die Grünen): "Deutschland ist ein Einwanderungsland. Die multikulturelle Gesellschaft ist daher eine Realität, mit der man umgehen muss." Andrea Krueger (CDU): "Eine multikulturelle Gesellschaft halten wir nicht für nötig. Was wir brauchen, ist eine gemeinsame Gesellschaft." Stephan Braun (SPD): "Wir sollten Ausländer so annehmen, wie sie sind, sie in ihrer Würde achten, ohne Ansehen von Herkunft." Michael Conz (FDP): "Wenn sich jemand nicht zum Grundgesetz bekennen kann, kann er sich auch nicht zu dieser Gesellschaft bekennen."

 

Schülerberichte zur Veranstaltung

Bericht zur Podiumsdiskussion im Institut Dr. Flad

Am 13. März lud das Institut Dr. Flad zur Podiumsdiskussion mit vier Parteivertretern, nämlich Frau Brigitte Lösch (Abgeordnete Bündnis 90, Die Grüne), Frau Andrea Krueger (CDU), Herrn Michael Conz (F.D.P.) und Stephan Braun (Abgeordneter SPD). Geleitet wurde die anregende Diskussion vom beliebten SWR-Moderator Christoph Zehendner, der schon des Öfteren unser Institut besuchte.

Zunächst begrüßte Herr Flad alle Teilnehmer aufs Herzlichste und startete den Aufruf an das überwiegend jugendliche Publikum, sich politisch zu engagieren, denn es sei ja eine gewisse Politikverdrossenheit bei der heutigen Jugend zu beobachten. Gleichzeitig läutete er sozusagen die Internationale Woche gegen Rassismus ein, da ja auch das Institut Dr. Flad eine Schule ohne Rassismus ist; z.Z. besuchen Schüler aus 19 (!) verschiedenen Ländern das Institut.

Bevor die Diskussion nun richtig losgehen konnte, stellten sich die vier Gäste auf Nachfrage von Christoph Zehendner in kurzen Sätzen vor und er selbst bemerkte, dass es schon sehr spannend sei, solch eine Diskussion vor einem so jungen Publikum zu führen.

Der erste Punkt, der nun zur Diskussion stand, war das Thema "Integration" und die erste Frage kam sogleich von Herrn Zehendner, nämlich wie die ideale Integration in Deutschland aussehen sollte.

Herr Braun meinte dazu, dass man die Ausländer, die nach Deutschland kommen, so annehmen sollte wie sie sind, dass die Integration aber auch ein zweiseitiger Prozess sei. Die Ausländer, die zu uns kommen, müssen im Gegenzug dazu Land und Werte kennen lernen, und wenn es ältere Einwanderer sind, sollte von ihnen auch verlangt werden können, dass sie die deutsche Sprache beherrschen. Den Kindern hingegen sollte man schon ab dem Kindergartenalter die Gelegenheit geben, richtig Deutsch zu lernen, damit es später in der Schule auch keine Probleme mit dem Verständnis gibt. Auch lehnte Herr Braun den Fragebogen ab, den zukünftige Einwanderer vor der Einbürgerung ausfüllen sollten, weil es für ihn eine Diskriminierung darstellt und der inneren Sicherheit schadet.

Die Grünen-Politikerin Lösch stimmte dem in großen Teilen zu, fügte aber noch einige weitere Punkte hinzu. Zum einen steht die Bildung der Jugend in Deutschland ganz oben, deshalb muss schon sehr früh mit der Sprachförderung begonnnen werden, denn die soziale Herkunft bestimmt in Deutschland leider den Bildungsabschluss. Deutschland sei eben ein Einwanderungsland, eine Multi-Kulti-Gesellschaft, in dem gegenseitige Anerkennung und Respekt herrschen müssen, Intoleranz sei fehl am Platz, von beiden Seiten aus.

Im Gegenzug dazu argumentierte Frau Krueger von der CDU, dass die Multi-Kulti-Gesellschaft nicht der richtige Weg sei. Integration ja, aber es müssen gewisse Spielregeln gelten, so sollen z.B. die Grundrechte uneingeschränkt gelten. Eine Gesellschaft verändere sich mit der Anzahl der Einwanderungen, da viele verschiedene Lebensstile aufeinander treffen; so ist eine gemeinsame Gesellschaft erwünscht, aber eine gemeinsame Sprache z.B. muss Grundvoraussetzung sein, wenn allein schon in Stuttgart 76 verschiedene Nationen zusammenleben.

Auch Michael Conz von der FDP stimmte zu, dass Einwanderer sich in Deutschland anpassen müssen und dass dies die Grundlage für erfolgreiche Integration sei. Die Freiheit sei zentrales Thema und es sollte keine Toleranz gegenüber Intoleranz geben. Zudem müsse sich jeder deutsche Staatsbürger zum Grundgesetz bekennen (das Herr Conz auch gleich mal mit dabei hatte), denn sonst könne man sich auch nicht zur BRD und zu unserer Gesellschaft bekennen.

Die nächste Frage betraf den Fragebogen, den Menschen, die nach Deutschland einwandern wollen, ausfüllen sollten. Es kristallisierten sich zwei unterschiedliche Meinungen heraus; die eine vertrat CDU-Kandidatin Krueger, nämlich dass solche Fragebögen eine gute Möglichkeit sind, um zu prüfen, ob derjenige wirklich in die deutsche Gesellschaft aufgenommen werden sollte. Denn es ist schwierig, jemanden wieder auszubürgern, aus welchen Gründen auch immer, wenn er einmal die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Dagegen argumentierte Stephan Braun, dass solche Fragebögen diskriminierend seien und sicherheitspolitisch keinen Gewinn für Deutschland darstellen.

Bei der Frage, ob es zu viele Abschiebungen in Baden-Württemberg gäbe, waren sich alle vier darin einig, dass die Härtefallkommission eine gute Einrichtung ist und unbedingt benötigt wird.

Kurz wurde auch noch das umstrittene Projekt Stuttgart 21 angesprochen, welches die Tieferlegung des Stuttgarter Bahnhofes und den Ausbau der Bahnstrecke Paris - Budapest vorsieht. Der Ausbau sei wichtig für die Verkehrsanbindung Stuttgarts, darin waren sich alle einig, doch schon bei der Tieferlegung des Bahnhofs gingen die Meinungen auseinander. Lösch bezweifelte, dass dieses Projekt für den Streckenausbau benötigt wird, Krueger hingegen sieht darin die Chance, Wohnungen und Büros für 14.000 Menschen zu schaffen.

Weiterhin wurde diskutiert, ob Islamunterricht im Unterricht angeboten werden soll und warum die Hauptschulen in Deutschland vernachlässigt werden.

Zum Schluss sollten die Diskussionsteilnehmer noch folgenden Satz vollenden: "Wenn ich am 26.März 2006 gewählt werde, setze ich mich vor allem für Folgendes ein ..."

  • Conz: für Integration ohne Fragebogen und gegen den Islamunterricht
  • Krueger: für bessere Migration
  • Lösch: für Sprachförderung, bessere Berufsbildung und gegen den Fragebogen
  • Braun: für die Gleichberechtigung aller und gegen den Fragebogen

Schlussendlich verabschiedete sich Christoph Zehendner mit dem Aufruf "GEHT WÄHLEN", wenn ihr könnt, und lasst diese Chance nicht verstreichen. Diesem hatte selbst Herr Flad nichts mehr hinzuzufügen und überreichte prachtvolle Blumensträuße an die Damen und kleine Präsente an die Herren der Runde.

Alles in allem war es eine sehr interessante Diskussion, die durch die lockere Umgangsweise Zehendners mit den Politikern auch lustige Momente hervorbrachte und somit vielleicht auch der Politikverdrossenheit der Jugend entgegengewirkt.

Jana Essebier, LG 56

 
"Rassismus schadet allen! - für ein weltoffenes und toleranteres Deutschland"

Dieses Thema diskutierten am 13. März die im Landtag vertretenen Parteien. Hierzu lud das Institut Dr. Flad die Abgeordneten Brigitte Lösch (Bündnis ´90/Die Grünen) und Stephan Braun (SPD) und die Kandidaten Andrea Krueger (CDU) und Michael Conz (FDP) ein. Die Moderation übernahm Christoph Zehendner vom SWR. Nach einer kurzen Begrüßung von Herrn Flad, der deutlich machte, dass das Institut Dr. Flad eine "Schule ohne Rassismus" und eine UNESCO-Modellschule ist, die derzeit Schüler aus 19 Nationen unterrichtet, stellten sich die Kandidaten vor.

Andrea Krueger (48) ist verheiratet und hat 2 Kinder. Die Diplom-Finanzwirtin ist Bezirksvorsteherin für Stuttgart Nord und kümmert sich um Migration, Integration und Bürgerschaftliches Engagement.
Michael Conz (40) ist ledig und stellvertretender Kreisvorsteher in Stuttgart. Seine Themen sind Bildung, Bürgerrechte und Freiheitsrechte.

Und die beiden Kandidaten, die schon im Landtag sind:
Brigitte Lösch ist 43 Jahre, verheiratet und seit 5 Jahren Landtagsabgeordnete.
Stephan Braun (46) ist verheiratet und Journalist. Er kümmert sich u.a. um den Verfassungsschutz.

Nun ging die heftige Diskussion los, hier die einzelnen Standpunkte zusammengefasst:

Stephan Braun (SPD) ist der Meinung, dass man Migranten so annehmen sollte, wie sie sind. Das Wichtigste sei, dass die deutsche Sprache beherrscht wird. Es sei alles zu unterlassen, was diskriminierend ist, wie zum Beispiel der Fragebogen, den Muslime beantworten müssen. Jeder sollte die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen können. Da er auch mal dem Petitionsausschuss angehörte, hat er dort gegen Abschiebungen gekämpft. Um eine bessere Integration zu gewährleisten, heißt er den neu eingeführten Religionsunterricht für Muslime gut. Eine Diskriminierung sieht er im Kopftuchverbot. Jeder sollte das selber entscheiden können, nur bei Lehrerinnen macht er eine Ausnahme, da diese als Vorbild gelten.

Brigitte Lösch (Bündnis ´90/Die Grünen) sieht den Beginn einer sinnvollen Integration in der Bildung. Da Deutschland ein Einwanderungsland ist, muss auch schon früh mit Sprachförderung begonnen werden, um Migrantenkindern die gleiche Chance in Schule und Arbeit zu ermöglichen. Heutzutage sind viele Migrantenkinder in der Hauptschule, dies soll geändert werden. Sie hält den Islam-Religionsunterricht für richtig, um Kinder besser zu integrieren. Sie begründet dies mit dem Hinweis, dass Muslime die größte Gruppe seien und das Religion in die Schule gehört und nicht auf den Hinterhof. So sollte ihrer Meinung nach mehr Geld des Haushaltes in Bildung und Migration fließen und nicht in die Tieferlegung des Stuttgarter Bahnhofs. Außerdem ist sie gegen die vielen Abschiebungen in Baden-Württemberg.

Für die Integration, aber gegen eine Parallelgesellschaft ist Andrea Krueger von der CDU. Sie möchte nicht Multi-Kulti, denn Deutschland soll weiterhin eine Gesellschaft mit einer Sprache sein. Die Integration von Jugendlichen sei gut gelungen, dies begründet sie mit der geringen Jugendarbeitslosigkeit im Gegensatz zu anderen Bundesländern. Wer einmal in Deutschland eingebürgert wurde, dem kann man die deutsche Staatsangehörigkeit nicht mehr entziehen. Deshalb wurde ein Fragebogen eingeführt. So kann man bei falschen Angaben wieder ausgebürgert werden. Um eine bessere Integration zu ermöglichen, sollten Sportvereine und Ganztagsbetreuungen unterstützt und Wohnungen gebaut werden. Um mehr Wohnfläche zu schaffen, ist sie für den Bau des Durchgangsbahnhofs. Gut laufende Projekte sollten an Hauptschulen angewandt werden, um Migrantenkinder zu fördern. Denn ihrer Meinung nach, sind Migrantenkinder nur auf der Hauptschule, weil sie die deutsche Sprache nicht beherrschen. Die Sprache sei jedoch das wichtigste für eine Integration.

Michael Conz (FDP) meint, dass sich Ausländer an unsere Gesellschaft anpassen sollen. Wer das nicht will, der soll aus Deutschland draußen bleiben. Er ist gegen den Religionsunterricht für Muslime, da er die Gefahr sieht, dass jede Religion ihren eigenen Unterricht fordern wird. Der getrennte Religionsunterricht sei nicht sinnvoll, weil so die Schüler einer Klasse gegen die anderen Religionen aufgehetzt werden könnten. Man sollte sich eher um eine gute Sprachförderung kümmern, da viele Migrantenkinder in der Schule scheitern, weil sie die deutsche Sprache nicht können. Die Bildung ist wichtig für eine gute Integration und die Basis einer Zukunft in Deutschland.

Zum Abschluss sollten die vier Politiker den folgenden Satz vervollständigen:

Wenn ich am 26.03.06 in den Landtag in Baden-Württemberg gewählt werde, setze ich mich in Sachen der Integration besonders für ...

Michael Conz: ... einen einheitlichen Religionsunterricht ein. Integration sollte gelingen ohne Gewissensprüfungen.

Andrea Krueger: ... gut laufende Projekte ein, dass diese flächendeckend betrieben werden.

Brigitte Lösch: ... Sprachförderung im Kindergarten, besseres Bildungsangebot und dafür, dass der Gesinnungsfragebogen zurückgezogen wird, ein.

Stephan Braun: ... gleiche Chancen aller jungen Leute ein und dass der Gesinnungsfragebogen zurückgezogen wird.

Vielen Dank den Politikern und Christoph Zehendner für die lebhafte Diskussion. Nun haben wir am 26.03.06 die Qual der Wahl.

Stefanie Göbel, LG 56

 
Podiumsdiskussion am Institut Dr. Flad

Am 13. März fand im Institut Dr. Flad eine Podiumsdiskussion statt, an der vier Kandidaten der bevorstehende Landtagswahl teilnahmen. Stellvertretend für ihre Parteien waren folgende Kandidaten anwesend:

Stephan Braun, Mitglied des Landtags, SPD
Brigitte Lösch, Mitglied des Landtags, Bündnis 90/Die Grünen
Andrea Krueger, CDU
Michael Conz, FDP

Geleitet wurde die Podiumsdiskussion von SWR Reporter Christoph Zehender.
Die Diskussion fand unter dem Thema "Integration" statt, kam jedoch auch auf andere Gebiete zu sprechen.
Zu Beginn gaben die teilnehmenden Politiker einen kurzen Umriss dessen wieder, wie für sie das ideale Bild der Integration ihrer Meinung nach aussehen sollte.

Ohne zu Allgemein zu werden, kann man sagen, dass der Gedanke bei allen Parteien grundlegend ähnlich ist, es jedoch bei genauerer Betrachtung Unterschiede gibt. Grundsätzlich ist die Meinung, dass die Integration bereits in der Schule beginnen sollte und es an dieser Stelle einer Förderung bedarf. Über die Methode scheiden sich hier jedoch bereits die Geister. Sprachförderung ist weitestgehend erwünscht jedoch beim Thema Islam-Unterricht an deutschen Schulen gibt es dann aber sehr unterschiedliche Meinungen. Während Brigitte Lösch vom Bündnis 90/Die Grünen diesen Unterricht begrüßt, wird er von Michael Conz von der FDP abgelehnt.

Im Zusammenhang mit dem Thema der Einbürgerung und Integration, brachte Andrea Krüger den von der CDU entwickelten Leitfaden zur Einbürgerung ins Spiel. Dieser Leitfaden, bei dem Einwanderer einen Fragebogen, u. a. zur Gewissensprüfung beantworten müssen, wurde von Stephan Braun von der SPD für diskriminierend erklärt und als Eingriff in die Privatsphäre verurteilt.

Im Anschluss an diese ersten Wortgefechte kam dann der Teil, an dem Schülerinnen und Schüler Fragen stellen konnten. Hier gab es Fragen zu Themen wie: Abschiebung von Ausländern, Kopftuchverbot für Lehrerinnen an deutschen Schulen und die Förderung von öffentlichen Einrichtungen, die für die Integration eine große Rolle spielen. Im Zusammenhang mit öffentlichen Geldern wurde dann das Projekt Stuttgart 21 angesprochen. Während Andrea Krueger dieses Projekt voll und ganz begrüßt, wird es von Brigitte Lösch nur teilweise gut geheißen. Michael Conz von der FDP enthielt sich an dieser Stelle mit der Begründung, dass er keine Lust mehr auf dieses Thema habe.

Am Schluss hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit zu sagen, wofür sie sich einsetzen wollen, sollten sie in den Landtag gewählt werden.
Dies unterschied sich allerdings nicht von den während der Diskussion aufgezeigten Meinungen der einzelnen Personen. Ich bin der Meinung, dass diese Podiumsdiskussion sehr interessant und unterhaltsam war, und sich die Politiker vor- und nachteilig präsentiert haben.

Zum Schluss möchte ich noch das Schlusswort von Christoph Zehender aufgreifen: "Geht wählen!!!"

In diesem Sinne

Sebastian Scholl, LG 56

 

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