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« 15. Stuttgarter Chemietage - zurück zur Übersicht

Samstag, 01.10.2011, 10:00 Uhr
Vortrag am Institut Dr. Flad, Großer Hörsaal

Prof. Dr. Christoph Friedrich
Institut für Geschichte der Pharmazie, Philipps-Universität Marburg

Apotheker als Wegbereiter der Chemie

Die Chemie entwickelte sich an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert zu einer selbstständigen, von der Medizin getrennten Wissenschaftsdisziplin. An dieser Entwicklung waren zahlreiche Apotheker beteiligt, die, wie Carl Wilhelm Scheele (1742-1786) mit der Entdeckung des Sauerstoffs, Voraussetzungen für die "Chemische Revolution" lieferten. Apotheker wurden als erste Professoren für Chemie auf Lehrstühle berufen und bildeten die ersten studierten Chemiker aus, so dass sie für die Entwicklung dieser Wissenschaft sozusagen die "Steigbügel" hielten. Apotheker entdeckten neue chemische Elemente, wie beispielsweise Martin Heinrich Klaproth (1743-1817), und entwickelten neue chemische Analysemethoden wie Carl Friedrich Mohr (1806-1879).

Die Leistung zahlreicher Apotheker für die Chemie war häufig so bedeutend, dass sie gelegentlich in der Überlieferung nur noch als Chemiker in Erinnerung sind.

» Bilder und Bericht zum Vortrag
Bilder und Bericht zum Vortrag

 

 

Prof. Dr. Christoph Friedrich

Prof. Dr. Christoph Friedrich

Studium der Pharmazie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Promotion zum Dr. rer. nat. 1983, im gleichen Jahr Abschluss eines postgradualen Geschichtsstudiums als Diplomhistoriker, 1987 Habilitation für Geschichte der Pharmazie, 1992 Professur für Geschichte der Pharmazie an der Universität Greifswald, seit 2000 Direktor des einzigen Institutes für Geschichte der Pharmazie an der Philipps-Universität Marburg, seit 2004 Präsident der Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie, verfasste 27 Bücher und über 250 Publikation zur Arzneimittel- und neueren Pharmaziegeschichte.

 

 

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