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Schule ohne Rassismus - Projekttag am 20. Juni 2002
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"Rassenkonflikte in Amerika"

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Mein Vortrag handelt von dem subtilen Rassismus, den man als Besucher oder Tourist in den USA nie kennen lernen würde.

Mein Name ist Susan Cohrs, ich bin gebürtige Amerikanerin und habe Schule und Arbeit in den Staaten kennen gelernt. Sehr früh habe ich bemerkt, dass Amerika, welches eigentlich nur aus Einwanderern und Immigranten besteht (außer den einheimischen Indianern, die erst 1977 - 1981 in der Amtszeit Präsident Carters zu amerikanischen Staatsbürgern wurden), eine Art von Rassismus betreibt, der fernab von den in den Medien bekannten Arten liegt. Zum Beispiel wird in vielen Arbeitsverträgen und vorgedruckten Lebensläufen neben Name, Alter usw. "race" (= Rasse) gefunden. Dort ist einzutragen : "Anglo American", "Hispanic", "Afro American" usw. ( also: weiß, spanischer Herkunft, Afroamerikaner, usw.). Dies wirkt sich positiv oder auch negativ auf Arbeitsbereich, Chancen und Arbeitsklima aus. Einige große Firmen sowie alle staatlichen haben z. B. "Frauenquoten" und "Rassenquoten", die sie erfüllen müssen. Das hat zur Folge, dass viele Bewerber, die hochqualifiziert sind, nicht genommen werden, nur weil sie der zu erfüllenden Quote nicht gerecht werden. Das wiederum löst großen Unmut aus. In dem öffentlichen Schulsystem werden die ärmeren Stadtteile gegenüber den reicheren stark benachteiligt. Wenn man in einem ärmeren Stadtteil wohnt, darf man seine Kinder nur auf die Schule schicken, die diesem "School district" angehört. Das bedeutet zum Teil verheerende Zustände: Bücher, die 30 Jahre alt sind und die sich 2 oder 3 Schüler gleichzeitig teilen müssen (!), Schulräume, die unzureichende Kühlung, Heizung und Sanitäre Einrichtungen besitzen. Außerdem gibt es dort ein hohes Maß an Gewalt.

Viele Jugendliche brechen die Schule ohne einen Highschool-Abschluss ab (entspricht Abitur). Hauptschul- und Realschul-Abschluss gibt es nicht.

Es ist ein Teufelskreis, der für die Jugendlichen bedeutet, dass es kaum Hoffnung gibt, jemals in bessere Verhältnisse aufzusteigen.

Ich bin der Meinung, das man sich um bessere Schul- und Ausbildungs-Bedingungen kümmern sollte und dass jeder von uns etwas dazu beitragen kann, dass sich Schüler aus sozial ärmeren Schichten oder auch Ausländer bei uns wohler fühlen.

Susan Cohrs, LG 52

 
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