Institut Dr. Flad - Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt - CTA, UTA, PTA

 
 
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3. Bildungsweg

BORS und BOGY: Berufsorientierung an Realschulen und Gymnasien
BOGY-Erfahrungsbericht vom Oktober 2002

Heike Kristin Wentsch (Burgstetten)
BOGY-Praktikum am Institut Dr. Flad
21. - 25. Oktober 2002

Wieso habe ich diesen Beruf gewählt?

Ich habe viel Spaß am Chemieunterricht in der Schule und kann mit Chemie viel anfangen. Ich hatte zwar vor dieser Berufserkundung noch nicht viel mit Chemie zu tun habe mich aber ganz spontan entschlossen in ein Chemielabor zu gehen.

Wie kam ich auf das Institut Dr. Flad?

Nach Anfrage bei meinem Lehrer, ob er ein Chemielabor wüsste, hat er mir das Institut Dr. Flad vorgeschlagen. Er hat mir auch die Adresse und weitere Angaben über das Institut gegeben.

Nach telefonischer Anfrage beim Institut bekam ich die Zusage und nach ein paar Tagen schickten sie mir Infomaterial zu.

Mein Persönliches Fazit:

In dieser kurzen Zeit von nur einer Woche ist wirklich viel passiert, ich habe viel gelernt und auch viel Spaß gehabt.
Eine positive Sache war, dass wir zwei Praktikanten im Institut wirklich fast immer Einzelunterricht bekamen und so eine Menge erlernen und erfragen konnte.

Wir wurden von allen herzlich aufgenommen und hatten sehr schnell ein gutes Verhältnis zu den Lehren wie auch zu den Schülern. Das Verhältnis zu Frau Frey war von Anfang an sehr gut. Das Programm, das sie für uns zusammengestellt hat, war umfangreich und interessant. Wir haben in 5 Tagen in alle Bereiche Einblick bekommen haben an allen Veranstaltungen teilnehmen dürfen und hatten somit manchmal schon das Gefühl mitten unter die Schülerschaft des Institut Dr. Flad zu gehören.

Für mich hat sich dieses Praktikum auf jeden Fall gelohnt und ich würde sofort mein Praktikum in diesem Institut wiederholen. Diese eine Woche ging sehr schnell vorüber, und ich wollte am Ende fast nicht mehr weg. Ich würde auf alle Fälle jedem empfehlen, sein Praktikum im Institut Dr. Flad zu machen, da für jeden Praktikanten ein Programm zusammengestellt wird, bei dem einem nie langweilig wird.

 

1. Tag: Montag, 21.10.2002

Nachdem ich gegen 9.00 Uhr zum ersten Mal das Institut Dr. Flad betrat meldete ich mich wie abgemacht bei der stellvertretenden Schulleiterin Frau Margrit Frey. Dort erfuhr ich, dass noch eine andere Schülerin aus Backnang mit mir Praktikum macht. Wir wurden herzlich empfangen und bekamen dann von Frau Frey erst einmal die passende Schutzkleidung. Mit Schutzmantel und Schutzbrille ausgerüstet führte uns Frau Frey im Institut herum. Sie zeigte uns verschiedene Hörsäle und Laboratorien. Dann erklärte sie uns noch wichtige Einzelheiten und sagte uns was in den nächsten Tagen auf uns zukam.

Bis zum Mittagessen nahmen wir Versuche zur Quantitativen Analyse durch d.h. Wie viel ist von jedem Stoff in einer Lösung vorhanden. Herr Zinsmeister, der sich extra für uns Zeit nahm, erklärte uns erst einmal was Quantitative Analyse ist, wozu man diese braucht und wie man diese Versuche durchzuführen hat. Er hatte für uns schon einige Vorbereitungen getroffen und hatte stets eine Antwort auf alle Fragen. Er gab uns drei Arbeitsblätter mit verschiedenen Aufgabenstellungen. Nachdem wir diese Aufgaben bearbeitet hatten konnten wir genau analysieren wie viel von jedem Stoff in den Lösungen vorhanden war.

An diesem Nachmittag gab es eine besondere Veranstaltung im Institut. Das Team iThemba war wieder einmal zu Gast. Dieses Team ist eine christliche Organisation bestehend aus verschiedenen Südafrikanerinnen und Südafrikanern und einer Deutschen, die in Südafrika Kindern von der Straße helfen und ihnen Kleider, Essen und eine Schulausbildung bieten. Immer wieder besucht das "Team iThemba" Schulen und Gemeinden in Deutschland. Dort zeigen sie durch Gesang, Tanz und Schauspielerei gegen und für was sie kämpfen und welche Probleme in Afrika den Menschen das Leben erschweren. Beim diesjährigen Besuch berichteten sie über die Krankheit AIDS, die in Afrika sehr weit verbreitet ist, und wie Menschen behandelt werden die AIDS-krank sind.

Am Schluss dieses Tages besuchten wir noch eine Unterrichtsstunde von Herrn Flad. Dort beschäftigten wir uns mit der Bestimmung verschiedener Reaktionsgleichungen.

2. Tag: Dienstag, 22.10.2002

Am zweiten Tag erfuhren wir, dass in dieser Woche auch die Schüler der Partnerschule Lycee Jean Rostand d'Einseignement aus Straßburg da waren. Frau Spiekermann hatte für uns alle das Superlab vorbereitet. "Superlab" ist eine Abkürzung für Supermarktlabor und bedeutet, dass man mit verschiedenen Stoffen aus dem Supermarkt z.B. den Stärkeanteil, Wassergehalt usw. in Lebensmitteln nachweist und feststellt.

Da wir bis jetzt nur in den Bereich des Chemisch-technischen Assistenten Einblick hatten, beschäftigten wir uns nun noch mit dem Bereich des Umwelt-technischen Assistenten. Wir nahmen einige Versuche zur Bodenanalyse durch: Welcher pH-Wert hat der Boden? Außerdem Versuche zur Bestimmung des Kalkgehalts und des Ammonium-Stickstoff-Gehalts.

Nachmittags nahm Herr Zinsmeister mit uns einen Versuch zur Bestimmung des Fruchtfleischgehaltes in einem Orangensaft durch. Dafür mussten wir Orangensaft und Wasser in bestimmten Verhältnissen mischen. Mit einer Sonde und einem Frequenzmesser konnten wir dann noch die Frequenz bestimmen. Diese war bei 100% Orangensaft am höchsten da sich in diesem Fall ja am meisten Fruchtfleisch in der Lösung befand. Mit den Ergebnissen fertigten wir eine Messwerttabelle an.

3. Tag: Mittwoch, 23.10.2002

An diesem Tag bekamen wir und auch die französischen Schüler der CHF-Partnerschule einen Einblick in den Bereich der Pharmazeutisch-technischen Assistentin.

In der Galenik betreuten uns zwei Lehrerinnen die uns erst einmal die verschieden Werkzeuge erklärten. Dann gaben sie uns ein Aufgabenblatt auf dem die Materialien zur Synthese der Produkte aufgelistet waren. Nach kurzem Besprechen, was zu tun war, durfte jeder sein eigenes Glühweingewürz, Badesalz und seinen eigenen Handbalsam herstellen. Diese Produkte durfte dann natürlich auch jeder mit nach Hause nehmen.

4. Tag: Donnerstag, 24.10.2002

Heute nahmen wir Versuche zur Qualitativen Analyse durch, d.h. Welche Stoffe befinden sich in der Lösung?
Diese Versuche durften wir mit den Schülern des Instituts durchführen. Frau Spiekermann gab mir verschiedene Arbeitsblätter und eine Lösung der Urotropin-Gruppe. Durch verschiedene Trennungsvorgänge musste ich die Stoffe die sich in der Lösung befanden analysieren. Unter Mithilfe der Schüler konnte ich die verschiedenen Stoffe analysieren.
Danach besuchte ich eine Unterrichtsstunde von Frau Spiekermann. Dort wurde nochmals alles zu den Versuchen der Qualitativen Analyse besprochen.

5. Tag: Freitag, 25.10.2002

Institut Dr. Flad Am Morgen des letzten Tages redeten wir über die vergangenen BOGY-Tage bei Kaffee und Brezeln mit dem Schulleiter Herrn Flad. Dieser fragte uns ob es uns gefallen hat und wie wir darauf gekommen sind dort unser Praktikum zu machen. Er beantwortete aber auch unsere Fragen und erklärte uns was man mit diesen Ausbildungen später beruflich machen kann.

Danach arbeiteten wir mit dem Infrarotspektroskop. Frau Frey erklärte uns ein paar Einzelheiten zur Infrarotspektroskopie, zeigte uns das Spektroskop und wie es funktioniert. Dann hat sie von uns unbekannten Substanzen verschieden Infrarotspektren gemacht. Diese Spektren mussten wir mit denen aus dem Buch mit Infrarotspektren vergleichen um herauszufinden um welche Substanz es sich handelt.

Am Schluss hat Frau Frey uns noch Streichhölzer, einen Labello und einen Kugelschreiber des Instituts geschenkt. Außerdem überreicht sie uns eine Urkunde und verabschiedete uns.

BORS und BOGY Erfahrungsberichte
BOGY-Erfahrungsbericht eines Schülers vom März 2005
BOGY-Erfahrungsbericht einer Schülerin vom April 2003
BOGY-Erfahrungsbericht eines Schülers vom April 2003
BOGY-Erfahrungsbericht einer Schülerin vom Oktober 2002
BORS- und BOGY-Gäste im November 2001
 
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