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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Musik im Gespräch

Konzertreihe mit Roland Heuer

Gefällige Salonmusik und glutheißer Bolero im Theaterkeller
"Teufelsgeiger und "Mozart der Gitarre" weckten Begeisterung

Freitag, 18. Mai 2007
Theaterkeller im Institut Dr. Flad

Mit seinem feinen Gespür für außergewöhnliche Programmgestaltung, die ein Markenzeichen der Kammermusikreihe "Musik im Gespräch" ist, hat der Violinist Roland Heuer am Freitagabend mit dem Gitarristen Stefan Koch-Roos einen kongenialen Duopartner für die profunde Interpretation von Werken der Spätklassik bis hin zum Zeitgenössischen gefunden.

Als "Teufelsgeiger" ist Niccolo Paganini wohlbekannt, doch dass er mit seinen zahlreichen Kompositionen für die Gitarre, auf der er selbst Meister gewesen ist, in geradezu himmlische Gefilde entführt, verdient besondere Hervorhebung. Eine nicht übertriebene Leichtfüßigkeit prägt die Nr. 1 aus den "Centone di Sonate", die gar nicht süßlich, sondern mit herb abgetöntem Charme das Konzert eröffnete. War hier der Violine die sich in großen Bögen aufschwingende Melodiestimme zugedacht und der Gitarre akzentuierende Akkordbrechungen, alles gekonnt musiziert, entspinnt sich in der folgenden Sonata concertata in A-Dur ein veritabler Dialog zwischen den Instrumenten, ja wird die Gitarre im Adagio bestimmend. Hier war jeder Ton mit Bedacht gestaltet, Schattierungen fanden sich fein abgestuft, das Rondeau entzückte durch schalkhaftes Parlando und zeugte von der großen Meisterschaft der Ausführenden. Von ebenso großem Liebreiz zeugte ein intimes Konzertstückchen für Gitarre, welches, von Stefan Koch-Roos ganz vortrefflich interpretiert, die empfindsamen Züge Paganinis in den Vordergrund rückte.

Dem folgte eine gefällige Salonmusik des einstigen Wiener Publikumslieblings Mauro Giuliani, seine "Sechs Variationen" op. 81, die mit Geschmack und Kunstfertigkeit verschiedene Affekte abwechslungsreich vorstellten. Dabei erschien die Komposition dank der Ausführenden nicht über alle Maßen sich der Gunst des Publikums anbiedernd, sondern verkörperte gekonnt gemachte Unterhaltung mit Niveau.

Lokalkolorit war das Stichwort für die Charakterstücke "set cançons valencianes" von Joaquín Rodrigo, einem bedeutenden zeitgenössischen Komponisten. Es erklangen daraus drei Piècen die einen im besten Sinne spanisch vorkamen, hörbar durchdrungen vom einzigartigen Licht dieser Provinz, vor allem der aufreizende Bolero brachte zum Abschluss des frühlingshaften Abends Gluthitze und das Blut vor Bewunderung und Begeisterung für die musikalischen Leistungen Roland Heuers und Stefan Koch-Roos' derart in Wallung, dass noch Paganinis berühmtes "Cantabile" als ebenso herzlich mit Beifall bedacht Zugabe folgen sollte.

Martin R. Handschuh

 

18. Mai 2007: Werke für Violine und Gitarre von Niccolo Paganini, Mauro Giuliani und Joaquín Rodrigo

Bilder zum 18. Mai 2007

Konzertreihe "Musik im Gespräch" im Theaterkeller des Instituts