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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Musik im Gespräch

Konzertreihe mit Roland Heuer

Salut d’ amour - Liebesleid und Humoreske
Ein Abend voller Zugaben im Theaterkeller

Freitag, 27. Februar 2009
Theaterkeller im Institut Dr. Flad

Die Konzertreihe der Asperger Kammersolisten im Theaterkeller des Instituts Dr. Flad umgibt der Nimbus der Exklusivität. Dieser verdankt sich neben den herausragenden Fähigkeiten der Musiker vor allem der gar nicht alltäglichen Programmauswahl, die oft genug Raritäten ans Licht holt. Nicht so bei diesem Konzert: Zu Gehör kamen die geradezu bekanntesten Melodien berühmter Komponisten, doch die Extravaganz von Roland Heuer, Ikuko Nishida-Heuer (Violine) und Willem Wentzel (Klavier), einen Abend ausschließlich mit populären Zugabenstücken bearbeitet für Violine und Klavier zu bestreiten, macht ihnen so leicht niemand nach.

Gleich zu Beginn wärmte die in diesen Tagen herbeigesehnte südliche Sonne Spaniens mit einem ekstatischen Tanz Manuel de Fallas aus "La vida breve". Feinherbe Süßigkeit brachten zwei der Alt-Wiener Tanzweisen von Fritz Kreisler, "Schön Rosmarin" und "Liebesleid" bezauberten mit der unvergleichlichen Melancholie der Donaumetropole. Vergnüglicher, mit fast neckischem Überschwang gelang Antonin Dvoráks "Humoreske", besonders feinsinnig und mit trefflich abgedunkeltem Unterton in den dramatisch stilisierten Passagen.

Für die Verbindung der westlichen Musiksphäre mit Elementen der jüdischen Tradition steht Ernest Bloch, dessen Miniature "Abodah" ein komplexes, höchst anspruchsvolles Werk vorstellt, das mit der expressionistischen Strahlkraft der Klangfarben bleibenden Eindruck hinterlässt.

Von vielen heiß geliebt wird Jules Massenets "Méditation" aus der Thaïs ob ihrer schwelgerischen Schwerelosigkeit, welche anderen Anlass zum Vorwurf der Substanzlosigkeit ist. Hier jedoch erklang sie nicht übertrieben schwärmerisch, vielmehr elegant schmeichelnd, sodass man sich vom Flusse der Gedanken und Gefühle ganz ohne Reue in andere Gefilde hat tragen lassen können.

Von besonderer Intensität, weil von privatem Glücke inspiriert, waren die beiden Charakterstücke Edward Elgars, "Salut d’ amour" und "La capricieuse" geprägt, die klanglich mit reizendem Charme für sich einzunehmen wussten.

Ein Publikumsliebling stand ganz am Schluss, nämlich Montis ebenso berühmter wie berüchtigter Czárdás, der ein sprühendes Feuerwerk der Lebensfreude entfachte, welchem sich niemand hatte entziehen können. Die Begeisterung war so groß, dass sich zu den vierzehn Zugaben des unterhaltsamen Abends noch eine weitere hinzugesellen sollte.

Martin R. Handschuh

 

27. Februar 2009: "Salut d‘amour ... Berühmte Zugabestücke"

Bilder zum 27. Februar 2009

Konzertreihe "Musik im Gespräch" im Theaterkeller des Instituts