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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
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Die Ausbildung am Berufskolleg Institut Dr. Flad Die Ausbildung am Berufskolleg Institut Dr. Flad
Berufswahlheft "Mein Weg in die Zukunft" der Süddeutschen Zeitung im März 2007

Das Institut Dr. Flad, Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt, bildet zum chemisch-technischen, zum umwelttechnischen oder zum pharmazeutisch-technischen Assistenten aus. Es ist die einzige UNESCO-Modellschule in Stuttgart und gehört zu den weltweit 8000 Schulen des GLOBE-Netzwerks für Global Learning and Observation. Der Leiter Wolfgang Flad beantwortet Fragen zu Unterricht und Klausuren im Institut, zu der Internationalität und den Pionierleistungen der Schule, dem Wert der Chemie in der Gesellschaft - und den Kosten und Chancen dieser chemischen Ausbildung.

 

Was passiert alles in der zweijährigen Ausbildung, z.B. zum chemisch-technischen Assistenten? Welche Fächer werden unterrichtet? Gibt es Zwischenprüfungen oder nur eine große Abschlussprüfung? Welcher Abschluss ist das dann? Wie stehen damit meine Chancen?
"Die zweijährige Ausbildung umfasst rund 3000 Unterrichtsstunden und besteht jeweils zur Hälfte aus Praxis und Theorie. Neben der präparativen Chemie steht vor allem die Analytik im Vordergrund. Auch biochemische Analyseverfahren werden behandelt. Allgemeine und anorganische Chemie, organische Chemie, analytische Chemie, Physik und Fachrechnen sind die Theoriefächer, die durch Deutsch, Englisch und Wirtschafts- und Sozialkunde abgerundet werden. Während der Schulzeit werden regelmäßig Klausuren und Übungen geschrieben. Wer während der zwei Jahre ordentliche Leistungen erzielte und versetzt wurde, für den ist das staatliche Abschlussexamen keine zusätzliche Hürde. Nach dem Examen ist man staatlich geprüfter chemisch-technischer Assistent und die Berufschancen sind gut; die Schule erhält Jahr für Jahr mehr Stellenangebote als sie Absolventen hat.

Ihr Institut ist Mitglied der International Schools Association (ISA) - vermitteln Sie Ihre Schüler auch ins Ausland?
"Unsere Schule war 1980 weltweit die erste Schule, die eine internationale Berufsabschlussprüfung anbot. Eine Vermittlung ins Ausland ist aber auch ohne die ISA möglich, da in einigen Dutzend Ländern 'Fladianer' berufstätig sind und im Einzelfall uns Stellenangebote zukommen lassen."

Ich habe kein Geld. Wie erhalte ich einen Freiplatz in Ihrem Institut? Was kostet die Ausbildung normalerweise? Wie viele Nationalitäten besuchen den Unterricht und gibt es auch Unterricht in englischer Sprache?
"Die Ausbildung kostet monatlich 105 Euro, man kann ggfs. auch BAföG beantragen. Reicht dies nicht, so kann vom Förderverein der Schule ein zinsloses Darlehen in Höhe des Schulgelds beantragt werden. Bei entsprechenden Leistungen im Abschlussexamen wird dieses Darlehen teilweise oder ganz in ein Stipendium umgewandelt. In Einzelfällen werden auch Freiplätze vergeben. Die Ausbildung am Berufskolleg Institut Dr. Flad Diese sind vor allem für besonders leistungsfähige Schüler aus wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen gedacht. Bewerbungen (am besten mit einer Empfehlung der derzeit besuchten Schule) können direkt an uns gerichtet werden. Im Lauf der Jahre haben Schüler aus 55 verschiedenen Ländern die Schule besucht; derzeit sind es Schüler aus 18 Ländern. Es gibt natürlich auch Unterricht in Fachenglisch; die Schule hat hierzu ein eigenes Lehrbuch und ein eigenes Fachwörterbuch herausgebracht."

Bei Ihrem Projekt SuperLab dürfen Schüler auf eigene Faust mit Alltagsprodukten aus dem Supermarkt experimentieren. Wie kommt das an, welche Produkte werden getestet? Was ist ein besonderes Highlight? Wie kann man Ihr SuperLab-Team einladen und wer kommt dann alles?
"SuperLab kommt großartig an. Allein im vergangenen Schuljahr haben über 1000 Schüler und 300 Lehrkräfte an über 50 Schulen SuperLab-Versuche 'live' erlebt. Untersucht werden Brausetabletten, Bonbons, Fertigsuppen, Trockenobst, Shampoo, Bad/WC-Reiniger, Speiseöle, Milchprodukte, Tee und Kaffeepulver, Fleckensalze, Gebiss- und Zahnspangenreiniger, Früchte und Gemüse, Limonaden, Tortendekorationen, Kosmetika und vieles mehr. Ein besonders eindrucksvolles Experiment ist die rasche und bequeme Abtrennung von Koffein aus Kaffeepulver. Lehrerinnen und Lehrer können mit ihren Schülern zu uns ins Institut kommen und das SuperLab kennen lernen. Wir lassen uns aber auch in Schulen einladen und eine Lehrkraft bringt alle erforderlichen Dinge mit."

"Wer nur Chemie versteht, versteht auch die nicht recht" ist eine Maxime des Physikers Georg Christoph Lichtenberg (17421799) und außerdem Ihr Instituts-Motto. Welche Dinge werden denn noch gelehrt?
"Zunächst einmal bedeutet diese Maxime, dass wir die Bezüge zwischen der Chemie und der Gesellschaft aufzeigen, die Chancen und Risiken der Chemie benennen und auch jeder am Ende erklären kann, warum es letztlich für jeden heißt 'chemistry - or not to be...' Wir wurden außerdem vor kurzem als offizielles Projekt der Weltdekade der Vereinten Nationen 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' ausgezeichnet. Und wir waren vor zehn Jahren die erste 'Schule ohne Rassismus' in Baden-Württemberg."