Marco Lutz, Schüler am Institut Dr. Flad, bringt Zukunftsideen für die biologische Vielfalt mit
Treffen mit Bundesumweltminister Röttgen auf bundesweitem Jugendkongress "Jugend|Zukunft|Vielfalt"
![]() Jugendkongress "Jugend|Zukunft|Vielfalt" |
Pressemitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vom 31. Mai 2011
![]()
Stuttgart. Mit neuen Projektideen für den Erhalt der biologischen Vielfalt kommt Marco Lutz, Schüler des Berufskollegs Institut Dr. Flad (Lehrgang 60), aus Osnabrück zurück nach Stuttgart. Mit knapp 200 weiteren Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickelte er Zukunftsvisionen und diskutierte im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) beim Jugendkongress "Jugend|Zukunft|Vielfalt". "Ich möchte, dass auch die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür bekannt wird. Jeder weiß, dass Eisbär und Tiger bedroht sind. Dies sollte auch über Biber, Steinkauz oder Zauneidechse bekannt sein", sagt er und machte das auch in der Podiumsdiskussion mit Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen deutlich. In der Arbeitsgruppe "Ehrenamtliches Engagement für Biodiversität" erarbeitete er eine Lösungsstrategie, wie Projekte und Kampagnen für den Naturschutz geplant und durchgeführt werden. Zu dem Jugendkongress hatten das Bundesumweltministerium (BMU), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die DBU eingeladen.
In der Abschlussdiskussion am Sonntag machten die 16- bis 25-Jährigen deutlich, dass sie sich weiter vernetzen wollen. Dafür gründeten sie eine Gruppe für zukünftige Veranstaltungen und Projekte. Die Gruppe hat viele Ideen aus den Arbeitsgruppen zusammengetragen: ein Portal zur Vernetzung, ein Umweltfestival, eine Handy-App zur biologischen Vielfalt in Städten oder grüne Fußabdrücke in Fußgängerzonen, um den ökologischen Fußabdruck zu symbolisieren.
Auf dem Markt der Vielfalt, einer bunten Ausstellung der ehrenamtlich aktiven Teilnehmer, präsentierte Lutz seinen Stand und informierte über das Jugendaktionsprogramm Artenschutz der Naturschutzjugend Baden-Württemberg. Am Freitag hatten Röttgen, BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel und DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde den Markt besucht, um das Engagement der Jugendlichen kennenzulernen und zu würdigen. Röttgen: "Beeindruckt haben mich das Engagement, die Diskussionsfreude und die Ideenvielfalt der Jugendlichen. Ich nehme ihre Anregungen gerne mit in die Regierungsarbeit. Die UN-Dekade zur biologischen Vielfalt hat ja gerade erst begonnen!" Das Fazit von Marco Lutz: "Mir ist besonders wichtig, dass die erarbeiteten Projektideen weiterverfolgt werden und auch hier in Stuttgart umgesetzt werden können. Für diese Ideen und das gesamte Wochenende möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken."
Am Sonntag fertigten die Teilnehmer gemeinsam ein Kunstwerk an, das die Ergebnisse des Jugendkongresses versinnbildlichen soll. Dieses Objekt - und damit die Kongressbotschaft - geht anschließend deutschlandweit auf Wanderschaft. Interessierte Institutionen können es ausleihen. Ende 2010 hatten die Vereinten Nationen (United Nations, UN) die UN-Dekade zur biologischen Vielfalt ausgerufen. Der Jugendkongress hat dazu beigetragen, die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt umzusetzen und stellt ein eigenes Forum zur Biodiversität nur für junge Menschen dar (www.biologischevielfalt.de).

