| Dr. Franz A. M. Kappenberg:
Chemie wird in erster Linie als quantifizierende Wissenschaft aufgefaßt. Aus diesem Grund wurde eine Reihe schon existierender Experimente mit elektronischen Mitteln so umgearbeitet, daß sie innerhalb der Unterrichtszeit optimal durchgeführt werden können.
Beispiele:
Die Ermittlung der Faraday-Gesetze, die Ermittlung von Molmassen, die automatische Aufnahme von Absorptionsspektren mit Einstrahlphotometern, die elektronische Alkoholbestimmung und ein komplettes System für Wasseranalysen.
Das weitergehende Ziel ist es, Lehrerdemonstrationsexperimente überflüssig zu machen und alle, auch alle quantitativen, Experimente in selbständige Schülerhände zu legen.
Dazu ist es notwendig, Versuchsvorschriften entsprechend zu ändern oder neu zu gestalten und preiswerte Geräte zu konstruieren, z.B. geeignete Sensoren für Mikrobaukästen, Photometer auf der Basis von Leuchtdioden, Gassensoren auf der Basis von Glühwendeln.
Dazu wurden computerfreundliche Windows-Programme geschrieben, die die Schüler begeistern, weil sie diese intuitiv richtig benutzen können.
Parallel dazu wurden und werden Kolleginnen und Kollegen in zahlreichen Vorträgen, Workshops und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema "Computereinsatz im Chemieunterricht" eingearbeitet; häufig auch in Einzelberatung mit individueller Rechneranpassung der Geräte der jeweiligen Chemiesammlung.
Motto: Der Computer soll in der Chemie nicht "irgendwie aufgepfropft" werden, sondern wichtiger Bestandteil des anspruchsvollen chemischen Experiments sein. |