Institut Dr. Flad - Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt - CTA, UTA, PTA

 
 
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Prof. Dr. Alfred Schleip
Manfred und Wolfgang Flad-Preis
1992 Dortmund

Prof. Dr. Alfred Schleip
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt

 verliehen von der
Gesellschaft Deutscher Chemiker

Ausgezeichnet werden vor allem die vielseitigen und anregenden Bearbeitungen von Stoffgebieten oder Problembereichen, die für den Alltag wichtig sind und bisher nicht zu den üblichen Inhalten des Chemieunterrichts gehören.

Diese Konzepte sind schülerorientiert angelegt und methodisch sorgfältig geplant. Der moderne Kenntnisstand wird mit beachtlicher didaktischer Phantasie fachlich prägnant und für die Lernenden verständlich und interessant aufbereitet. Die zugeordneten Experimente sind originell mit normalen schulischen Hilfsmitteln und häufig als Schülerversuche durchführbar.

Anerkannt werden die Aktivitäten auf Jahrestagungen der GDCh-Fachgruppe Chemieunterricht und vor allem die verschiedenen Experimentalbeiträge sowie die in einem GDCh-Fortbildungskurs dargestellten Modellentwicklungen zum Atombau und zur chemischen Bindung. Diese Veranstaltungen haben viele Zuhörer fasziniert und Lehrende zum Nachvollziehen angeregt, da die Experimente erstaunlich einfach und für Lernende begreiflich sind.

Gewürdigt werden auch das stetige Engagement für eine Zusammenarbeit zwischen Hochschuldidaktik und Studienseminaren und die erfolgreichen Bemühungen zur Erprobung und Revision von Ausbildungsinhalten und -methoden im Fach Chemie in den beiden Ausbildungsphasen.

M. Herberhold
Der Vorsitzende

 
Prof. Dr. Alfred Schleip:

Ein besonderer Schwerpunkt ist das Erstellen von Curricula für den Chemieunterricht in der Sekundarstufe l.

Als Ergebnisse dieser Arbeiten wurde eine Reihe von Schulbüchern erstellt, z.B. das Werk "Chemie" zusammen mit dem Kollegen Prof. Dr. E. Wiederholt.

Als jüngstes Werk erschien 1994 in Zusammenarbeit mit Dr. Köhler das Buch "Fundamentum Chemie".

Um die schwierigen Sachverhalte der chemischen Bindung für den Schüler der Sekundarstufe l zu veranschaulichen, wurde ein dreidimensionales Lewis-Modell entwickelt und im Unterricht erprobt (bekannt auch unter dem Namen "Frankfurter Modell").

Ein weiterer Schwerpunkt ist das kritische Durchleuchten von Modellvorstellungen für den Chemieunterricht, das auch in den Fortbildungs-Lehrgängen der Gesellschaft Deutscher Chemiker seinen Niederschlag fand.

Entsprechende Veröffentlichungen befaßten sich mit dem gleichen Themenkomplex.

Spezielle Sachgebiete aus dem Bereich der chemischen Technologie wie Glas und Klebstoffe wurden didaktisch aufbereitet und so für den Chemieunterricht nutzbar gemacht.

Die Priorität aller Bemühungen und Arbeiten war immer eine gute Ausbildung der Studenten, um sie für ihren späteren Beruf bestens gerüstet zu entlassen.

 

Prof. Dr. Alfred Schleip Alfred Schleip (Jahrgang 1925)

Lehramtsstudium der Fächer Chemie, Physik und Mathematik;

1950 bis 1961 Schuldienst, 1961 bis 1971 Studienrat im Hochschuldienst an der Universität Frankfurt.

1972 bis 1992 Professor für Didaktik der Chemie am Institut für Didaktik der Chemie, Universität Frankfurt, anschließend Ruhestand.

 

Die Preisträger:   2011: Amitabh Banerji
2009: Simone Krees
2007: Tönjes de Vries
2005: Viktor Obendrauf
2003: Angela Köhler-Krützfeldt
2001: Katrin Sommer
2000: Arnim Lühken
1999: Marco Oetken u. Matthias Ducci
1998: Mattias Kremer
1997: Günter Baars
1996: Ilka Parchmann
1995: Peter Pfeifer
1994: Herbert Roesky
1993: Peter Menzel
Hinweispfeil  1992: Alfred Schleip
1991: Peter Fehrenbach
1990: Franz Kappenberg
1989: Helmut Wenck
1988: Erwin Wiederholt
1987: Bodo Bohn