Home • Kontakt • FAQ • Anmeldung • Anfahrt • Impressum • 

Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Der Ernährungswissenschaftler Dr. Hüve war am 24. Januar 2018 an unserem Institut zu Gast und hielt im Auftrag der Firma Klosterfrau bei der Klasse PTA 20 ein Seminar zur Thematik "Entzündliche Erkrankungen der Atemwege".

Dr. Hüve vermittelte im Laufe von zwei Unterrichtseinheiten ein breites Spektrum an praxisrelevantem Wissen zur obigen Thematik, wobei er es verstand, den Stoff unter Zuhilfenahme einprägsamer Beispiele sehr kurzweilig zu erläutern.

Die an die Schüler und Schülerinnen ausgeteilten übersichtlichen und sinnvoll gegliederten Skripte ermöglichten es, dass der beträchtliche Stoffumfang, beginnend mit der Entzündungsthematik, über die Themen Rhinitis, Sinusitis, Atemwegserkankungen, grippale Infekte, bis hin zur Phytotherapie (Thymian, Primula, Eucalyptus/Cineol etc.) effizient bewältigt werden konnte.

PTA-Seminar: Entzündliche Erkrankungen der Atemwege

Damit die Auszubildenden von einer Erkältung verschont bleiben, also den vermittelten theoretischen Stoff nicht in der Praxis durchleiden müssen, verteilte Dr. Hüve prophylaktisch Schals mit Soledum®-Aufdruck an die dankbaren Zuhörer.

Eine vollständige Wiedergabe des vermittelten Wissens wäre an dieser Stelle zu umfassend und somit nicht zielführend. Es folgen daher, zur Gewinnung eines Überblicks, einige ausgewählte Aspekte:

  • Eine Entzündung stellt eine charakteristische Antwort u.a. des Immunsystems dar, verbunden mit der Funktion, den Schädigungsreiz zu beseitigen (z.B. Bronchitis). Somit ist eine Entzündung grundsätzlich positiv zu bewerten. Problematisch hingegen sind sich verselbstständigende Entzündungsprozesse, wie z.B. Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

  • Zur Akuttherapie einer Erkältung im Rahmen der Selbstmedikation eignet sich die Einnahme von zweimal 15 mg Zink(histidin) innerhalb von 24 Stunden nach Erkältungsbegínn. Die Erkältungsviren - hauptsächlich Rhinoviren - können dadurch deutlich weniger effizient an die Wirtszellen (ICAM-1-Rezeptoren des Nasenepithels) gebunden werden.

  • Es können lediglich 350 mg Vitamin C pro Tag oral aufgenommen werden, der Rest wird ausgeschieden. Bei Erkältungen sind somit sehr hochdosierte orale Gaben wenig sinnvoll.

  • Regelmäßiges Händewaschen ist die einfachste und wirksamste Hygienemaßnahme. Menschen berühren ca. zweitausendmal pro Tag ihr Gesicht und übertragen daher die Erkältungsviren auf die üblichen Eintrittspforten (Mund, Nase und Augen).

  • Ein Großteil der Kunden (ca. 85 %) bevorzugt in Deutschland pflanzliche Arzneimittel. Deshalb sollte bei der Beratung in der Apotheke zukünftig ein verstärktes Augenmerk auf Phytopharmaka gelegt werden.

  • Abschwellende Nasensprays sollten zusätzlich Dexpanthenol enthalten, da es einen schützenden und regenerierenden Effekt auf die Schleimhäute ausübt und deshalb den schädigenden Wirkungen (Austrocknung etc.) des abschwellenden Stoffes entgegenwirkt (Beispiel: Nasic® Nasenspray mit den Wirkstoffen Xylometazolin und Dexpanthenol).

  • Cineol aus Eucalyptus wirkt desinfizierend, sekretlösend und entzündungshemmend. Cineol kann daher nicht nur bei Sinusitis, sondern auch bei Bronchitis - sowie unterstützend bei Asthma - erfolgreich eingesetzt werden (Beispiel: Soledum® bzw. Soledum® forte Kapseln).

Wir danken Herrn Dr. Hüve sowie der Firma Klosterfrau für die Durchführung des hochinformativen, anschaulichen und praxisnahen Seminars.

Dr. Martin Zick

 

« zurück