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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Bei Airbus A 380 in der Abteilung "Paint Engineering and Technology": Andreas Grimm, Lehrgang 51

Bei Airbus A 380 in der Abteilung 'Paint Engineering and Technology': Andreas Grimm, Lehrgang 51 Andreas Grimm hat sich nach seinem CTA-Abschluss (LG 51) entschieden zu studieren. Er wechselte schließlich an die Hochschule Esslingen in den Studiengang Chemieingenieurwesen Farbe/Lack. Die Spezialisierung auf Farbe und Lack ist für ihn auf dem Arbeitsmarkt keine Beschränkung. "Es ist leicht, einen guten Arbeitsplatz zu finden, weil praktisch alles beschichtet wird. Sie müssen sich nur in Ihrer Wohnung umschauen und werden sehr wenige Dinge finden, die unbeschichtet sind."

Andreas Grimm kann also nicht nur bei Farben- oder Lackherstellern arbeiten, sondern in fast jeder Branche. "Sogar auf dem Bau wird beschichtet", sagt er, "ich könnte von daher auch in der Bauindustrie tätig sein." Andreas Grimm startete seinen Berufsweg mit einem Praxissemester in Venlo, Niederlande beim Druckerproduzenten "Océ", wo er in die Entwicklung von Tinten eingebunden war.

Seine Diplomarbeit schrieb er 2007 in Wels bei der in Österreich sehr renommierten Firma TIGER Coatings über "UV-Ink-Jet-Tinten für tiefziehbare Kunststoffe", wonach er sofort eingestellt wurde.

Während es in der Wirtschaftskrise für viele Berufeinsteiger schwer war, einen Job zu finden (oder zu behalten), bekam Andreas Grimm die Verantwortung für den Aufbau einer Abteilung übertragen. Sein Team kümmerte sich um Pulverbeschichtung für Composite (z. B. Kunststoffe mit Carbonfasern), die z. B. im In- und Exterieur von Autos oder Flugzeugen verwendet werden. Am Anfang war er stark in Laborarbeit eingebunden, aber bald kamen Mitarbeiter und Lehrlinge hinzu, die das meiste übernahmen. Die wohl prominenteste Anwendung war der X-Bow (sprich: "Crossbow"), das erste Race-Car des Motorradherstellers KTM. Die Liebe veranlasste Andreas Grimm trotz beruflicher Erfolge dazu, sich nach einer Stelle in Hamburg umzusehen.

Er wechselte problemlos zur Firma Mankiewicz, einem weltweit führenden Lackhersteller für die Industrie. Hier entwickelte er Lacke für die Außenhaut von Flugzeugen. Bedingt durch Schwierigkeiten mit Kollegen kündigte er den neu gewonnen Arbeitsplatz nach einem halben Jahr. "Und keine zwei Wochen später habe ich 2010/11 bei Airbus unterschrieben, wo wir die Lacke immer hingeschickt haben", erinnert er sich mit einem Lächeln.

Sein Tätigkeitsgebiet: der A 380, das größte Passagierflugzeug der Welt, Abteilung "Paint Engineering and Technology". Ein Flugzeug- Außenlack muss einiges aushalten: z. B. extreme Temperaturunterschiede nach einem Start in der Wüste oder UV-Strahlung in 10.000 m Höhe. Ein herkömmlicher Autolack würde auf einem Flugzeug gerade mal den Hinflug überstehen. Die Lacke werden bei Airbus nicht mehr entwickelt, sondern zugekauft und qualifiziert. Die Arbeit von Andreas Grimm umfasst deshalb praktisch keine Labortätigkeit mehr. War die CTA-Ausbildung daher überflüssig? "Nein, die CTA-Ausbildung bringt mir im Job sogar unglaublich viel", sagt Andreas Grimm, "wenn wir mit einem Lack Probleme haben, geben wir analytische Verfahren in Auftrag. Das sind dieselben Verfahren, wie ich sie als CTA von der Pike auf gelernt habe. Ich habe dadurch sehr viel chemisches Grundwissen, das mir bei jeder Problemlösung hilft. Das kommt definitiv vom Institut Dr. Flad." Deshalb ist sich Andreas Grimm sicher, auch bei einem erneuten Berufswechsel fachlich keine Probleme zu haben, sogar in einer völlig anderen Branche. Aber das ist für ihn kein Thema. "Nach dem Abitur habe ich am Flughafen auf dem Rollfeld gejobbt und gedacht: Ich hätte später so gerne was mit Luftfahrt zu tun!" Mit einer CTA-Ausbildung konnte er sich diesen Wunsch erfüllen.

 

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